Auf Straßen statt in Karussels fahren

Gymnasiasten in China

Nach 34 Stunden anstrengender Anreise, haben wir erst ausführliche Visakontrollen über uns ergehen lassen müssen. Dann wurden wir von den chinesischen Studenten sehr nett empfangen. Trotz fehlender Anschnallgurte in den Taxen kamen wir wohlbehalten am Hotel an, in dem schon Schweineohren als Leckereien bereit lagen.

WERNE

03.11.2010, 16:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Werner Schüler, ihre Gastfamilien und die chinesischen Studenten haben keine Kommunikationsprobleme.

Die Werner Schüler, ihre Gastfamilien und die chinesischen Studenten haben keine Kommunikationsprobleme.

Nach drei Stunden Schlaf machten wir uns zu unserem Dorf auf. Der Zug bestand nur aus Schlafwagenabteilen und war bis auf den letzten Zentimeter gefüllt. Danach ging es mit einem ungefederten Bulli weiter zu unserem Dorf - auf Straßen, die man kaum als solche bezeichnen kann. Dementsprechend waren wir ziemlich durchgeschüttelt, was uns den diesjährigen Sim-Jü-Verlust besser verkraften lies.Eine nie endende Baustelle Während Kunming groß, laut und hektisch ist, sind die Berge, Dörfer und Seen auf dem Land wunderschön. Die Straßen allerdings gleichen einer riesigen, nie enden wollenden Baustelle. Die Leute sind sehr nett, offen und gastfreundlich. In der Familie, in der Lara und Sophia leben, sind von der einjährigen Tochter, bis zur hundertjährigen Uroma alle Generationen vertreten. Vor allem das Verhältnis zwischen Kindern und Großeltern ist sehr eng. Die Familie ist den ganzen Tag und abends sitzen alle zusammen und unterhalten sich. Christian und Björn wohnen direkt nebenan und haben zwar keine so große Gastfamilie, dafür aber Bullen, Schweine, Hühner und Ziegen, die ihnen morgens freundschaftlich beim Zähneputzen zuschauen.Keine Kommunikationsprobleme Mit der Kommunikation haben wir dank der chinesischen Studenten keine großen Probleme. Außerdem versuchen sie, uns Tag für Tag mehr Chinesisch beizubringen, genauso wie wir ihnen Deutsch. Es ist schwer zu sagen, wem die Aussprache schwerer fällt, obwohl wir es sogar schon geschafft haben, uns alleine ein Eis zu kaufen. Wir haben Bäume gepflanzt, aber schon der Aufstieg war für uns eine ziemliche Blamage. Denn der ungefähr 80-jährige Opa unserer Familie ist fit und agil vorangeschritten, während wir völlig außer Atem versuchten, das straffe Tempo mitzuhalten. Das Bäume pflanzen hingegen war leichte Arbeit. Nach dem Abstieg wurden wir von unserer Familie wie immer mit einem guten und leckeren, wenn auch reishaltigen Essen empfangen. Bisher ist unser Chinaaufenthalt ein voller Erfolg.

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