Der Mediziner Dr. Hans Piepenbrock bereitet in der Senioreneinrichtung St. Katharina die Spritzen vor. © Jörg Heckenkamp (A)
Corona-Schutzimpfungen

Auch eine fast 100-Jährige ließ sich in St. Katharina Werne impfen

Die ersten Werner Bürger, die gegen Covid 19 geimpft wurden, wohnen in der Senioreneinrichtung St. Katharina. Deren Leiter zieht nun ein Fazit der Impfaktion von Samstag, 9. Januar.

Die ersten Bürger, die gegen Covid 19 geimpft werden, sind bekanntlich Bewohner und Mitarbeiter von Senioren- und Pflege-Einrichtungen. Nachdem im Kreis Unna in einigen Gemeinden schon kurz nach dem Jahreswechsel die Impfungen starteten, was es am Samstag, 9. Januar 2021, auch in Werne so weit: Die ersten Impfdosen gingen ans Seniorenheim St. Katharina.

Dort hatten sich zuvor im Vergleich zu anderen Einrichtungen ungewöhnlich viele Bewohner und Mitarbeiter zum Piks entschlossen. Rund 99 Prozent der Bewohner und rund 80 Prozent der Mitarbeiter. Einrichtungsleiter Rudolf Voß (49) im Gespräch mit der Redaktion: „Daraufhin haben wir 161 Impfdosen bestellt.“

Der Auftakt am Samstagmorgen lief etwas stockend. Denn der organisatorische Aufwand mit Namenserfassung, Einwilligungs-Erklärungen und so weiter war doch höher als gedacht. Statt um 9 Uhr konnten die beiden Ärzte, Dr. Hans Piepenbrock und Dr. Christian Ruhnau, erst am 9.45 Uhr die Spritzen mit dem Impfstoff in die Oberarme der Bewohnerinnen und Bewohner stechen.

Wie ist die gesamte Aktion denn nun gelaufen? Rudolf Voß sagt am Dienstagvormittag, 12. Januar 2021, auf Anfrage der Redaktion: „Wir hatten eigentlich damit gerechnet, dass wir erst am späten Nachmittag fertig würden. Doch um 14.15 Uhr waren wir schon durch.“ Sowohl die Impfungen der Bewohner, als auch die der Mitarbeiter hätten nach dem etwas verspäteten Auftakt reibungslos funktioniert.

Impfung der Mitarbeiter perfekt organisiert

Man habe die impfbereiten Mitarbeiter aus dem 112-köpfigen Katharina-Team, die keinen Dienst am Samstag hatten, ab 12.30 Uhr in die Einrichtung am Becklohhof bestellt. Voß: „Wir hatten verschiedene Zeitkorridore vorgegeben, damit es nicht zum Gedrängel kommt.“ Das habe perfekt geklappt, sodass die beiden Ärzte deutlich schneller fertig waren als geplant.

Gibt es Rückmeldungen über Nebenwirkungen oder sonstige Zwischenfälle? „Nein“, sagt der 49-Jährige, „bis zum heutigen Dienstagvormittag sind uns keinerlei negative Rückmeldungen bekannt, weder von den Bewohnern noch den Mitarbeitern.“

Zweite Impfrunde in St. Katharina am 30. Januar

Das macht Hoffnungen auf einen ebenfalls reibungslosen Ablauf beim zweiten Impftermin. Damit das Mittel von Pfizer-Biontech richtig wirkt, muss es im Abstand von drei bis vier Wochen zwei Mal gespritzt werden. Voß: „Wir haben jetzt Samstag, 30. Januar, als zweiten Impftermin festgelegt.“

Übrigens: Der ältestes Impf-Patient in St. Katharina ist eine 99-jährige Bewohnerin, die bald 100 Jahre alt wird.

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Jörg Heckenkamp

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