Im Dezember nahm das AFG an der „Jerusalema-Challenge“ teil. Das Tanzvideo wurde nun von YouTube entfernt. © Helga Felgenträger
Lizenzgebühren

Anne-Frank-Gymnasium: „Jerusalema-Challenge“-Video nicht mehr verfügbar

Bei der „Jerusalema-Challenge“ filmten große Gruppen sich tanzend zu dem gleichnamigen Song. Auch das Anne-Frank-Gymnasium hat mitgemacht. Jetzt fordert Lizenzinhaber Warner Music Gebühren.

Zahlreiche Menschen und Gruppen haben vor dem Jahreswechsel 2020/2021 an der sogenannten „Jerusalema-Challenge“ teilgenommen. Dabei filmten die Teilnehmer sich tanzend zu dem Song „Jerusalema“ des südafrikanischen DJs Master KG – natürlich mit dem nötigen Corona-Abstand und Masken.

In den schwierigen Corona-Zeiten nahm die Challenge schnell an Fahrt auf und wurde weltweit bekannt. Krankenhausangestellte, Polizisten und Schulen machten mit. Das Anne-Frank-Gymnasium in Werne hatte im Dezember ein entsprechendes Video auf der Plattform YouTube hochgeladen.

Video des AFG ist nicht mehr online

Der Lizenzinhaber Warner Music hat nun von zahlreichen Teilnehmern der Challenge Lizenzgebühren eingefordert. Schließlich waren die Videos mit einem Song hinterlegt, dessen Nutzungsrechte die meisten Challenge-Teilnehmer vorher wohl nicht eingeholt hatten.

Marcel Damberg, Schulleiter des Anne-Frank-Gymnasiums, wollte sich auf Nachfrage in diesem Zusammenhang nicht äußern. Das „Jerusalema“-Tanzvideo des Gymnasiums ist auf YouTube nicht mehr verfügbar.

Post von Warner Music erhielten auch verschiedene Polizeistellen in Nordrhein-Westfalen. Das NRW-Innenministerium habe für die betroffenen Polizeidienststellen die Lizenzgebühren bereits bezahlt, wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

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