Das Dortmunder Landgericht hat den Beschuldigten in die Psychiatrie eingewiesen. © Martin von Braunschweig
Landgericht Dortmund

Angriff mit Krummdolch: Psychisch kranker Mann muss in die Psychiatrie

Keine Überraschung im Prozess gegen einen psychisch kranken 25-Jährigen aus Werne: Das Dortmunder Landgericht hat am Montag so entschieden, wie es eine Gutachterin dringend empfohlen hatte.

Der Beschuldigte war im Jahr 2018 mit einem Krummdolch auf zwei Passantinnen losgegangen und hatte diese in Angst und Schrecken versetzt. Kurz darauf war er außerdem in einer Tankstelle handgreiflich geworden und hatte unter anderem mit Chipstüten ein Chaos im Verkaufsraum angerichtet.

Gefahr für die Allgemeinheit

Die Richter entschieden nun: Auch noch in seinem derzeitigen Zustand ist der Werner eine Gefahr, vor der die Allgemeinheit unbedingt beschützt werden muss. Sie ordneten deshalb die zeitlich unbefristete Unterbringung in einem geschlossenem psychiatrischen Krankenhaus an.

Die erfahrene Sachverständige Marianne Miller hatte in ihrem Gutachten ausdrücklich zu diesem Schritt geraten. Sie hatte sich vor allem besorgt darüber gezeigt, dass sich der Beschuldigte ganz offensichtlich bewaffnet hatte, um damit – falls nötig – auf Menschen losgehen zu können.

Paranoide Schizophrenie

Der 25-Jährige leidet seit Jahren an einer schweren Form der paranoiden Schizophrenie. Ehemalige Nachbarn hatten im Prozess von bizarren Szenen auf dem Balkon berichtet, bei denen der Mann unbekleidet laustarke Ansprachen an sein „Volk“ gehalten hatte.

Die Polizei kennt den jungen Mann auch schon seit vielen Jahren. Zuletzt war aber auch den Beamten eine Zunahme der Gewaltbereitschaft aufgefallen.

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