American Diner „Route 66“ in Werne legt Neustart hin

dzGastronomie in Werne

Das Diner „Route 66“ in Werne hat drei Monate nach seiner Schließung wieder geöffnet - unter der Leitung des ursprünglichen Besitzers Alfons Böcker. Wir haben mit ihm über den Neustart gesprochen.

Werne

, 25.07.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das amerikanische Diner „Route 66“ in Werne hatte Endes März 2020 seine Türen geschlossen. Nur wenige Monate später, am 18. Juli, eröffnete der ursprüngliche Besitzer Alfons Böcker das Diner wieder. Der Wiederbeginn, sagt der Inhaber, sei gut angelaufen.

„Wir haben wegen der Coronazeit mit nicht vielen Leuten gerechnet“, sagt Böcker über das vergangene Wiedereröffnungswochenende. Doch schon am Freitag, am Tag der inoffiziellen Wiedereröffnung, seien einige Kunden in das Diner an der Kamener Straße gekommen. „Das haben wir nicht erwartet“, sagt Böcker.

Besonders der Außenbereich sei bisher gut angenommen worden

Im Außenbereich verfügt das Diner nun über einen Biergarten mit rund 30 Sitzplätzen, im Untergeschoss des Diner selbst haben bis zu 50 Personen Platz. Hier sei am Wochenende - coronabedingt - jeder zweite Platzt besetzt gewesen.

„Wir haben im Grunde eine Punktlandung gefahren“, sagt der Inhaber. Auch wenn die Zeiten wie vor vier Jahren, als draußen 30 Personen darauf warteten, ihre Bestellung aufzugeben, vorbei seien. Weil man etwas verhalten gewesen sei, sei dementsprechend eingekauft worden. Doch am Ende habe es genau gepasst, so Böcker.

Der Innenbereich des Diner Route 66 in Werne ist in dezenten Grau-, Beige- und Brauntönen gehalten.

Der Innenbereich des Diner Route 66 in Werne ist in dezenten Grau-, Beige- und Brauntönen gehalten. © Böcker

Nach dem Ruhetag am Montag sei das Geschäft dann am Dienstag zunächst mäßig angelaufen, am Mittwoch dann habe es schon wieder anders ausgesehen. Vor allem das Wochenende sei erfahrungsgemäß immer stark frequentiert.

„Der Biergarten und das Im-Freien-Essen wurden gut angenommen“, sagt Alfons Böcker. „Die meisten saßen draußen.“ Auch über die Internetseite des Diners können Gäste Speisen bestellen. Rund ein Viertel der Kunden, die ihre Speisen abholen wollen, tun dies laut Böcker über die Internetseite.

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In zwei bis drei Wochen dann soll als zusätzliche Bestellform die internet- und app-basierte Internetplattform „Dinenow“ hinzukommen. Jetzt habe man sich erst einmal mit dem neuen Kassensystem auseinandersetzen müssen, sagt Böcker. Deshalb werde die App nun mit ein wenig Verzögerung an den Start gehen.

Die Lounge im Obergeschoss des Diners soll bald öffnen

Auch die Eröffnung des oberen Teils des Diners, wo eine Lounge samt Bar geplant ist, verzögert sich noch. Ursprünglich hatte Böcker damit geplant, diesen Bereich bis spätestens Ende Juli zu eröffnen. Die Bar und die Sitzmöglichkeiten seien bereits im Obergeschoss. Aber zunächst habe man sich auf den Start des Standardbetriebes konzentrieren wollen, bevor auch das Obergeschoss freigegeben wird. Speisentechnisch sei das Diner beim Altbewährten geblieben. Künftig will Böcker noch eigenes Wasser unter eigenem Logo anbieten.

Außen hat das Diner seine prägnanten Farben - rot, gelb und grün - beibehalten. Der Innenbereich hingegen ist in dezenten Braun-, Beige- und Grautönen gehalten. Für Abholer gibt es eine separate Abholtheke im Innenbereich.

Unter den Coronaauflagen kann Inhaber Alfons Böcker derzeit im Innenbereich jeden zweiten Tisch anbieten.

Unter den Coronaauflagen kann Inhaber Alfons Böcker derzeit im Innenbereich jeden zweiten Tisch anbieten. © Böcker

Neben Werne hatte Böcker in der Vergangenheit immer wieder erklärt, auch in anderen Städten Deutschlands Ableger seines Diners anbieten zu wollen. In Bergkamen scheint dies nun konkretere Formen anzunehmen: Hier sei es die Idee, ein Hotel mit Diner zu bauen. Dazu habe es schon mehrere Gespräche mit der Stadt und der dortigen Wirtschaftsförderung gegeben, so Böcker. Denkbar seien entweder der Standort des ehemaligen Gaststätte Jockenhöver neben der dortigen St.-Clemens-Kirche oder das Industriegebiet.

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Doch auch in Unna gibt es bereits weiterreichende Schritte: Hier liefen Gespräche für ein Hotel mit Diner an den Stadthallen, so Böcker. Städte wie Selm und Bork hingegen seien wegen ihrer geringen Größe für derartige Vorhaben eher schwierig. Insgesagt gebe es derzeit 17 Standorte bundesweit, die für eine Expansion seines Unternehmens in Betracht kämen, sagt der Route 66-Inhaber.

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