Die Verantwortlichen der Freilichtbühne Werne haben alle geplanten Sommer-Stücke abgesagt. Der Wunsch, bald wieder gemeinsam auf der Bühne zu stehen, bleibt zunächst unerfüllt. © Freilichtbühne/Marius Przybilla
Freilichtbühne in Werne

Alle Sommer-Stücke in der Freilichtbühne Werne abgesagt – aber es gibt Hoffnung

Schweren Herzens sagen die Verantwortlichen der Freilichtbühne in Werne die drei Sommer-Stücke ab. Die gesamte Saison fällt nicht aus - in der Hoffnung, dass man kurzfristig etwas inszenieren könnte.

Für die Freilichtbühne Werne endete das vergangene Jahr mit der bitteren Erkenntnis, kein einziges Theaterstück aufgrund der Corona-Pandemie auf die Bühne gebracht zu haben. Und auch zum Start in dieses Jahr melden sich die Verantwortlichen mit einer traurigen Nachricht.

Schweren Herzens haben sich die Verantwortlichen am Dienstag (19. Januar) in ihrer Vorstandssitzung dazu entschieden, die drei geplanten Sommer-Stücke abzusagen. „Wir sehen uns leider, wie auch im letzten Jahr, nicht in der Lage, die Inszenierungen Jim Knopf, Winnie Wackelzahn und Schlager, Stars und deutsche Welle ausreichend zu proben“, begründet Christoph Bergmann, Vorsitzender der Freilichtbühne, diesen Schritt.

Gesamte Saison 2021 wird in der Freilichtbühne Werne nicht abgesagt

Die Entscheidung war alternativlos. „Stücke mit so einer großen Anzahl an Mitspielern benötigen ausreichend Probezeit“, ergänzt Regisseur Marius Przybilla. Und die kann es im Lockdown und mit den Kontakteinschränkungen natürlich nicht geben.

Die Verantwortlichen betonen aber, dass nicht die gesamte Saison 2021 abgesagt wird. „Wir möchten uns gerne noch vorbehalten, andere Projekte kurzfristig auf die Beine zu stellen, sofern die allgemeine Lage dies zulässt“, sagt Geschäftsführerin Karin Zurstraßen. Wie diese aussehen könnte und wie kurzfristig sie umsetzbar sind, ist noch ungewiss. „Wir müssen realistisch sein. Es wird kaum möglich sein, mit 80 Personen auf der Bühne zu stehen. Wir müssen uns etwas ganz Neues überlegen“, sagt Maximilian Falkenberg, Pressesprecher der Freilichtbühne.

Krimi-Stück soll es im Herbst geben

Auch an der Inszenierung des Agatha-Christie-Stückes „Und dann gab‘s keines mehr“ wollen die Verantwortlichen festhalten. Drei Termine waren für Februar vorgesehen, zum wiederholten Male müssen diese aber verschoben werden. Nun sollen sie am 29. und 30. Oktober und 2. November (jeweils ab 19.30) stattfinden. Bereits gekaufte Tickets haben weiter ihre Gültigkeit.

Die Proben für das Stück, bei dem zehn Schauspieler mitwirken, fanden bereits in der Vergangenheit auf digitalem Wege statt. So wurde das Stück auch mithilfe des Computerspiels Minecraft mit aufgebauten 3D-Welten visualisiert.

Auch die vielen jungen Mitglieder der Freilichtbühne trafen sich regelmäßig virtuell. So gab es etwa Online-Gruppenstunden in der Vorweihnachtszeit, bei denen die Kinder und Jugendlichen gebastelt und gewichtelt haben, erzählt Falkenberg. Auch künftig soll es virtuelle Online-Angebote für die Mitglieder der Freilichtbühne geben. Immer mit der Hoffnung, dass sie bald wieder auf ihre Bühne dürfen.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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