Abriss des Schwesternwohnheims liegt auf Eis: Probleme bei der Entsorgung

dzBaustelle am Krankenhaus

Die Baustelle zum Abriss des alten Schwesternwohnheims am Krankenhaus Werne liegt brach. Schon seit rund acht Wochen. Grund dafür sind Probleme bei der Entsorgung des Abriss-Materials.

Werne

, 08.01.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anfang Oktober 2019 startete der Abriss des alten Schwesternwohnheims am Christophorus-Krankenhaus Werne. Der sollte eigentlich so schnell über die Bühne gehen, dass der Startschuss für den dort geplanten Kita-Bau der Jugendhilfe noch in 2019 hätte erfolgen können. Doch nun liegt der Abriss schon seit Wochen auf Eis. Grund: Probleme mit der Entsorgung

Seit nunmehr acht Wochen ruht die Baustelle mehr oder weniger. Auf dem Gelände recht kurz hinter der Einfahrt zum Krankenhaus-Areal tut sich sichtbar nichts. „Das ist nicht ganz richtig“, sagt Uwe Schenk von der Jugendhilfe Werne, die nach dem Abriss dort eine große Kita errichten will. „Die Arbeiter sind innerhalb des Hauses beschäftigt.“

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Der Abriss des Schwesternwohnheimes in Werne stockt

Der Abriss des alten Schwesternwohnheims am Krankenhaus Werne liegt brach. Grund sind Entsorgungs-Probleme.
07.01.2020
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Der Abriss des ehemaligen Schwesternwohnheims stockt.© Jörg Heckenkamp
Der Abriss des ehemaligen Schwesternwohnheims stockt.© Jörg Heckenkamp
Der Abriss des ehemaligen Schwesternwohnheims stockt.© Jörg Heckenkamp
Schuttberg vor dem ehemaligen Schwesternwohnheim.© Jörg Heckenkamp
Es sind noch nicht alle Türen und Fenster demontiert.© Jörg Heckenkamp
Schuttberge und Container sind vor dem Gebäude zu sehen.© Jörg Heckenkamp
Der Abriss des ehemaligen Schwesternwohnheims stockt.© Jörg Heckenkamp
Die weitgehend entkernte Ruine des ehemaligen Schwesternwohnheims am Krankenhaus Werne etwa um die Weihnachtszeit 2019 herum.© Jörg Heckenkamp
Beim Start der Abrissarbeiten Anfang Oktober 2019: Zwei große Bagger dürften rund drei Wochen im Einsatz sein.© Jörg Heckenkamp
Beim Start der Abrissarbeiten Anfang Oktober 2019: Katharina Böckenholt und Uwe Schenk von der Jugendhilfe Werne schauen sich den Abriss an.© Jörg Heckenkamp

Das Haus - das ist das sechsstöckige Gebäude mit den kleinen Appartements, früher eben für die Mitarbeiterinnen des Krankenhauses. Die meisten Fenster und Türen sind schon demontiert, Teile der Fassade abgerissen. Aber seit Wochen wirkt die Ruine so, als wenn jemand mitten in der Arbeit laut „Stopp“ gerufen hätte.

Und so ähnlich war es auch, sagt Uwe Schenk auf Anfrage der Redaktion. Denn erst nach dem Beginn der Abrissarbeiten habe sich herausgestellt, dass ein besonderer Baustoff gesondert entsorgt werden müsse: die Fugenmasse zwischen den einzelnen Betonteilen. „Das stand im Gutachten, nach dem der Abriss-Unternehmer arbeitet, zunächst nicht drin“, sagt Schenk. Das habe die Genehmigungsbehörde danach angeordnet.

Abrissarbeiten vor Wochen gestoppt

Also stoppte die Firma Roberts die Arbeiten, um zunächst dieses Problem zu lösen. Einerseits musste sie die Fugenmasse (Schenk: „Ich glaube, eine Art Kautschuk.“) aus den Trümmern der bereits abgerissenen Betonteile bergen. Zum anderen waren die Arbeiter dann in dem angenagten Baukörper tätig, um die Masse aus den Ritzen zu kratzen.

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Hinzu kam, dass der Abrissunternehmer Termine für andere Aufträge hatte und die nicht platzen lassen wollte. Das alles führte letztlich dazu, dass der Abriss sich deutlich verzögert. Eigentlich war er auf drei Wochen terminiert und wäre damit Ende Oktober 2019 erledigt gewesen.

Nun ist das Ende offen. „Wir haben am Donnerstag den nächsten Termin mit dem Architekten und hoffen dann auf nähere Infos, wie und wann es weitergeht“, sagt Schenk. Die Auswirkungen auf den Terminplan für den Neubau der Kita sieht er als nicht so gravierend an: „Wir befinden und derzeit sowieso noch in der Phase der Förderanträge.“

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