Am Samstagmittag war auf der A1 bei Werne eine Geisterfahrerin unterwegs. © Helga Felgenträger (A)
Unfall bei Werne

73-jährige Geisterfahrerin sorgt auf A1 bei Werne für Unfall

Am Samstagmittag kam es auf der A1 bei Werne zu einem Unfall - Grund dafür war eine Geisterfahrerin. Die Beamten konnten die Falschfahrerin ausfindig machen. Sie erwartet ein Strafverfahren.

Auf der A1 bei Werne war am Samstagmittag gegen 14.30 Uhr eine 73-jährige Geisterfahrerin unterwegs, die für einen Unfall sorgte. Das berichtet die Polizei Dortmund.

Eine 60-jährige Frau aus Unna war demnach auf der A1 bei Werne in Richtung Bremen unterwegs, als die falschfahrende Seniorin ihr entgegen kam. Die 60-Jährige war gerade dabei, einen Sattelzug zu überholen. Die Autofahrerin aus Unna musste ausweichen, um nicht mit der Geisterfahrerin frontal zusammenzuprallen.

Dabei kollidierte die 60-Jährige mit dem Sattelzug. Sowohl die Autofahrerin als auch der 42-jährige LKW-Fahrer konnten ihre Fahrzeuge am Fahrbahnrand abstellen. „Nur mit viel Glück hat sich dabei niemand verletzt“, schreibt die Polizei. Die Beamten schätzen den Sachschaden auf etwa 8000 Euro.

Beamten ermitteln Geisterfahrerin noch am selben Tag

Die Geisterfahrerin kam zunächst davon. Ihre Identität konnten die Beamten noch am selben Abend feststellen. Die Spur führte zu einer 73-Jährigen Dortmunderin, die nach eigenen Angaben die Falschfahrt bestätigte. „Bei ihr sei am Nachmittag etwas schiefgelaufen“, zitieren die Beamten die Frau in ihrer Mitteilung.

Durch Hinweise auf das Kennzeichen konnten die Beamten die Falschfahrerin ausfindig machen. „Es ist schwer, in so einem Moment die richtigen Zeichen und Zahlen abzulesen. Als Polizei kann man auch ein unvollständiges Kennzeichen recherchieren und die Anschriften anfahren“, erklärt Pressesprecherin Amanda Nottenkemper.

Neben dem eingezogenen Führerschein erwarten die 73-Jährige nun eine Geldstrafe und ein Strafverfahren. „Jetzt muss geschaut werden, inwiefern und aus welchen Gründen die Frau eine Schuld trägt. Das ist letzten Endes eine gerichtliche Entscheidung“, führt Nottenkemper fort.

Der ADAC rät zu folgenden Tipps, falls Ihnen ein Geisterfahrer gemeldet wird:

  • Verringern Sie Ihre Geschwindigkeit.
  • Schalten Sie die Warnblinkanlage an.
  • Fahren Sie auf dem äußeren rechten Fahrstreifen.
  • Überholen Sie nicht.
  • Halten Sie ausreichend Abstand zum Vordermann.
  • Nutzen Sie gegebenenfalls den nächsten Parkplatz oder die nächste Abfahrt.
  • Weichen Sie notfalls auf den Seitenstreifen aus.
  • Hören Sie aufmerksam den Verkehrsfunk, der meldet, wann die Gefahr vorüber ist.
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