250 Pilger machten sich aus Werne auf den Weg

341. Fuß-Wallfahrt nach Werl

„Danke für diesen guten Morgen“ sangen die Werner Christen zum Start der der 341. Fuß-Wallfahrt von Werne zur Basilika der Gnadenmutter Maria in Werl – nach Altötting und Kevelar der drittgrößte Wallfahrtsort in Deutschland. Wallfahrtsleiter Heinz Abdinghoff musste allerdings passen.

Werne

von Bernd Warnecke

, 28.08.2017, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
250 Pilger machten sich aus Werne auf den Weg

Rund 250 Pilger machten sich aus Werne auf den Weg nach Werl. © Warnecke

Punkt sechs Uhr setzteHeinz Abdinghoff die Gläubigen in Gang. Wegen eines Ermüdungsbruchs im Fuß konnte der Wallfahrtsleiter selbst nur einen kleinen Teil der Strecke absolvieren. Durch die Lippewiesen ging es nach Hamm-Pelkum, wo es den ersten Zwischenstopp gab.

Nach 50 Minuten setzten die Pilger über Weetfeld und Wiescherhöfen ihren Weg fort und legten um 10.50 Uhr in der Schützenhalle in Drechen eine zweite Erholungspause ein.

Lange Geschichte

Begleitet wurden die Pilger von der Polizei und dem Deutschen Roten Kreuz. Auch ein Trecker mit Verpflegung stand für Familien mit Kindern oder für müde Pilger zur Verfügung. Gegen 15 Uhr erreichte die Gruppe die Basilka in Werl und feierte die Kreuzwegandacht im Klosterhof sowie abends eine Pilgerandacht. Nach einem Nachtlager in der Turnhalle der Walburgisschule traten die Pilger am Sonntag den Rückweg an.

Die Geschichte der Wallfahrt von Werne nach Werl ist lang. Die Kapuzinerpatres gaben im Jahr 1677 die erste Anregung zu einer gemeinsamen Wallfahrt von Werne nach Werl, wo ihre Mitbrüder das Gnadenbild betreuen.

Gegen alle Wirren

Als um 1780 alle Wallfahrten abgeschafft werden sollten, gingen die Werne Pilger trotzdem unbeirrt ihren Weg weiter. Daran konnten auch die Nazis nichts ändern: Am 26. Juli 1941 machten sich bei glühender Hitze mehr als 200 Frauen und Männer auf den langen, beschwerlichen Weg nach Werl. Als mittags schon fast die Türme der Wallfahrtskirche sichtbar waren, wurde die Prozession vor Hilbeck von der Geheimen Staatspolizei aufgehalten.

Durch alle Wirren der Zeit hindurch hat sich die Werner Fußwallfahrt nach Werl bis zum heutigen Tag behauptet, so dass sie in jedem Jahr ein erneutes Bekenntnis zu Christus und seiner heiligen Mutter ist. In diesem Jahr liefen bei sommerlichen Temperaturen insgesamt rund 250 Gläubige mit, Darunter auch Günther Dellwig, der bereits seine 60. Wallfahrt nach Werl lief. warn

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