Bekommt Lars Müller noch seinen Knipser? © Timo Janisch
Fußball-Landesliga

Werner SC sucht noch einen Stürmer – und hat einen Plan

Der Werner SC braucht eigentlich noch einen Angreifer der Marke „Strafraumstürmer“. Dabei hat sich der WSC einen genauen Plan überlegt, wie man diese Position besetzen will.

Der Werner SC hat eine erfolgreiche Saison 2019/2020 gespielt. Die aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochene Saison beendete der WSC als Tabellensechster.

Hätten die Werner die so starke Hinrunde noch ein wenig erfolgreicher absolviert, wäre der Verein sogar mit dem Aufstieg in die Westfalenliga belohnt worden. Um künftig ähnlich erfolgreich zu sein, soll noch ein Stürmer her – eigentlich.

Viele Namen, aber kein Strafraumstürmer

Denn einen richtigen Strafraumstürmer, einen klassischen Neuner – der befindet sich aktuell nicht im Aufgebot des Werner SC. Kapitän Daniel Durkalic fühlt sich eher in der Reihe hinter der vordersten Linie wohl und Jannik Prinz ist vor allem ein offensiver Mittelfeldspieler. Mit Mondrian Runde verabschiedete sich zudem ein wichtiger Spieler auf eigenen Wunsch in die Reserve.

Auch Christian Thannheiser, der nach langer Verletzung zuletzt wieder in Tritt gekommen war, ist kein klassischer Knipser. Dass sich Trainer Lars Müller einen weiteren Angreifer wünscht, ist ein offenes Geheimnis.

Das weiß auch Thomas Overmann, Fußballchef des Werner SC. Noch in dieser Woche war die Stürmersuche Thema in den Gesprächen mit Kurtulus Öztürk, der den WSC berät und für viele Transfers verantwortlich ist.

Zwar hätten die Werner Kandidaten auf ihrer Liste stehen. Zeitnah einen neuen Spieler vorstellen werden die Verantwortlichen aber wohl nicht. „Wir halten die Augen offen, haben aber keinen Zeitdruck“, so Overmann.

Dem Nachwuchs eine Chance geben

Das liegt vor allen am eigenen Nachwuchs. Der WSC gibt in der aktuellen Saisonvorbereitung wieder einigen eigenen Nachwuchsspielern die Chance, sich für die erste Mannschaft zu empfehlen. Miguel Bispinghoff etwa trainiert gerade mit der Landesliga-Elf und ist im Sturm zuhause.

Dennoch beobachten die Werner weiterhin den Markt. Sollte sich mit fortlaufender Dauer der Vorbereitung die Erkenntnis durchsetzen, dass man noch eine Verstärkung benötigt, schließt Overmann „Last-Minute-Transfers“ nicht aus.

Dabei visiert der WSC vor allem Spieler an, die sich bis zum 30. Juni bei ihrem aktuellen Verein abgemeldet haben, und dort die Entwicklung zunächst weiter verfolgt haben. Sollten sich solche Akteure final für einen Wechsel entscheiden, hält Werne die Augen und Ohren offen.

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Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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