Ein Werner Fußballverein hat endlich einen zweiten Keeper verpflichtet. © Nico Ebmeier
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Werner Fußballverein verpflichtet nach langer Suche weiteren Torwart

Alle Werner Fußballvereine suchen gerade nach einer Alternative auf der Torwart-Position. Zumindest ein Team kann seit Mittwoch einen Haken hinter die Suche setzen.

Die Torwartposition ist eigentlich immer hart umkämpft. Schließlich kann nur einer den Kasten hüten. Die Werner Vereine hatten diese Saison auf der Position kaum Konkurrenz-Probleme – eher im Gegenteil. Aber zumindest bei einem Klub steht nun fest, dass es ab kommender Saison wieder Konkurrenzkampf auf der Position geben wird.

Der SV Stockum verkündete nämlich am Mittwoch die Verpflichtung von Mohammed Sahli vom Liga-Konkurrenten BV Hamm. Der 30-Jährige wird ab dem kommenden Sommer mit Andreas Betke um den begehrten Platz im Kasten des A-Ligisten kämpfen.

Der Kontakt zu Sahli kam über den Sportlichen Leiter der Stockumer, Monim Bhihi, zustande: „Monim hat sicht gut engagiert und die Ohren offen gehalten. Ihm wurde dann Mohammed Sahli empfohlen“, erklärte Geschäftsführer Yassine Najih. Bhihi hat laut Najih einen guten Draht zum BV Hamm, kennt Sahli schon seit einigen Jahren und ist von ihm überzeugt. Auch aus Spielen gegen die Hammer kennen die Stockumer die Neuverpflichtung.

Perspektive auf erste Torwart-Position

„Wenn wir jemanden verpflichten, ist uns wichtig, dass wir den auch vorher beurteilen können, auf und neben dem Platz“, erklärt Najih. Das sei natürlich während der Corona-Pause nicht einfach, weswegen die persönliche Erfahrung und der Kontakt wichtig seien.

Gelockt haben die Stockumer den 30-jährigen Keeper, der auch schon bei TuS Germania Lohauserholz-Daberg gespielt hat, mit der Perspektive auf die Stammposition. „Wir haben ihm mitgeteilt, dass wir nicht offiziell einen zweiten Torwart verpflichten“, erklärt der SVS-Geschäftsführer. Betke und Sahli hätten gleiche Chancen, erster Torwart zu werden. „Ist ja auch klar, jeder Torwart will Spielzeit bekommen. Wer dann im Kasten steht, ist letztendlich Entscheidung des Trainers“, meint Yassine Najih.

Im Training hat der SV Stockum jetzt mehr Möglichkeiten

Darum sei es auch wichtig gewesen, zwei qualitativ gleichwertige Torhüter im Kader zu haben: „Wenn sich auch mal wer verletzt, soll da auch kein Unterschied herrschen.“ Dies sei auch das Interesse vom momentan einzigen Keeper, Andreas Betke, gewesen: „Als er in der Vorbereitung mal nicht konnte, musste der Torwart der zweiten Mannschaft aushelfen, das ist natürlich auch nicht so gut“, sagt Najih.

Und auch im Training sei nun mehr möglich, was laut Najih auch von Vorteil für den ehemaligen Bundesliga-Torwart und jetzigen Stockum-Trainer Jürgen Welp ist: „Wenn wirklich drei Torhüter auf dem Platz stehen, herrscht auch eine ganz andere Trainingsstruktur.“ Und von Welps Erfahrung könnten die Spieler noch was lernen.

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick

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