Tolga Köroglu (l.) ist ein zentraler Spieler des SV Stockum. © Jura Weitzel

Warum der „neue“ SV Stockum dafür sorgt, dass Tolga Köroglu weniger trifft

Eigentlich ist Tolga Köroglu ein zuverlässiger Torjäger. Doch seit er zum zweiten Mal für den SV Stockum die Fußballschuhe schnürt, ist er weniger torgefährlich. Es gibt eine einfache Erklärung.

Als Tolga Köroglu zum ersten Mal die Fußballschuhe für den SV Stockum schnürte, war er ein zuverlässiger Torjäger. 2017 und 2018 schoss er jeweils über 20 Tore, in der Halbserie bis zu seinem Wechsel im Januar 2019 kamen nochmal sieben Treffer hinzu.

Nach einem kleinen Intermezzo beim SVE Heessen kehrte Köroglu im Januar 2020 zurück zum SV Stockum. Viele Spiele gab es seitdem aufgrund der Corona-Pandemie nicht – doch was sich schon jetzt konstatieren lässt: Tolga Köroglu schießt weniger Tore als zuvor.

„Wir hatten damals eine ganz andere Mannschaft“

Dass er seinen Torriecher verloren hat, glaubt der Stockumer Stürmer nicht. Stattdessen hat er eine andere Erklärung. „Wir hatten damals eine ganz andere Mannschaft. Da musste ich nur vorne den Ball ins Tor bringen“, erinnert sich Köroglu.

Jetzt ist das aber anders. „Ich muss auch viel mehr mit nach hinten arbeiten. Das System ist anders, aber es ist total okay für mich“, sagt der Torjäger. „Ich war früher viel mehr auf Tore aus, das ist ja auch normal als Stürmer. Aber mir geht es jetzt viel mehr um Spaß – und den habe ich hier.“

Besonders das Trainerduo Jürgen Welp und Marlon van de Sander sei dafür verantwortlich, dass es in Stockum seit einigen Monaten nun deutlich besser laufe. „Wir waren ein ziemlich zusammengewürfelter Haufen. Das wird jetzt immer besser“, sagt Köroglu. „Die beiden sind einfach super Typen und bringen den Verein weiter.“

Trainer Jürgen Welp hat einen großen Teil an der neuen Ausrichtung des SV Stockum. © Helga Felgenträger © Helga Felgenträger

Aber auch sich selbst und die anderen erfahrenen Spieler in der Mannschaft sieht Tolga Köroglu in der Pflicht. „Wir müssen da auf jeden Fall helfen und unsere Erfahrung weitergeben. Die jungen Spieler müssen den Respekt auf dem Platz lernen“, sagt er. „Das ist ein bisschen anders als früher, da gab es noch einen anderen Umgang. Aber dafür sind wir als ältere Spieler ja auch da, um den Jüngeren zu helfen.“

Alles in allem ist Tolga Köroglu beim SV Stockum sehr zufrieden. Auch wenn die Saison annulliert wurde, sei die Mannschaft auf einem guten Weg. „Wir machen Fortschritte, haben in dieser Saison nicht verloren in den vier Spielen“, erklärt der Stürmer. „Ich glaube, da haben wir unsere Ziele gut erreicht. Und das können wir in der kommenden Saison auch wieder.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening