Auch mit Abstand dürfen die Tischtennis-Spieler des Werner SC momentan nicht in die Halle. Aber es gibt langsam Hoffnung. © Werner SC
Tischtennis

Von der Küche in die Halle: Der Werner SC hofft auf Fünf-Schritte-Plan des Tischtennisbundes

Die Tischtennis-Spieler des Werner SC dürfen sich Hoffnungen machen, bald wieder an der Platte zu stehen. Bis dahin ist Kreativität gefragt. Zuhause werden diverse Möbel zweckentfremdet.

Die Tischtenniskünstler des Werner SC machen sich berechtigte Hoffnung, bald wieder an der Platte zu stehen. Demnach gibt es Überlegungen, dass es nach dem Osterfest zumindest wieder die Möglichkeit geben wird, zu trainieren.

Dies sieht zumindest ein Fünf-Schritte-Plan des Deutschen Tischtennisbundes vor. Unter strengen hygienischen Auflagen könnten hier nach Inzidenzwert die Hallen geöffnet werden. „Wir hoffen natürlich, dass wir nach Ostern regelmäßig getestet werden und auch relativ schnell die Impfung bekommen können“, so Pressesprecher Renee Bieder von der Tischtennisabteilung des WSC.

Geschäftsführer Stephan Müller und Vorsitzender Joachim Wodetzki arbeiten demnach schon an den Abläufen zur Einhaltung der Bestimmungen. Das Abstandhalten ist bei den Tischtennisspielern aufgrund der Platte kein Problem, auch ist der Sport kein Kontaktsport. Dennoch darf nur eine bestimmte Anzahl an Spielern in die Halle. Es wird also wohl einen Zeitplan geben, der bestimmt, wer wann in die Halle darf. Somit wird dann auch eine Kontaktliste geschaffen werden müssen. Außerdem muss jeder Spieler seinen eigenen Ball mitbringen. „Jeder hat seinen eigenen Ball, muss den desinfizieren und nach dem Satz wieder einsammeln“, erklärt Bieder. Außerdem werden die Sitzplätze und die Platten desinfiziert.

Moritz Overhage, Joachim Wodetzki und Luca Bröker, die für den Jugendbereich zuständig sind, sind ebenfalls im Dialog, was die zukünftige Arbeit mit den Kindern betrifft. „Es wird Zeit, die Kinder wieder in den Alltag zu führen, damit das Sozialverhalten wieder gestärkt wird und die Kinder aus der Isolation geholt werden“, meint Wodetzki.

Die Tischtennis-Saison wurde schon früh komplett abgesagt. Nun soll im September die neue Spielzeit beginnen. Der WSC arbeitet schon an den Aufstellungen. Ein paar kleine Verschiebungen werde es in den Mannschaften geben, aber im Großen und Ganzen bleibe alles wie gehabt, kündigt man seitens des Werner SC an. Wie genau diese Veränderungen aussehen werden, ließ Bieder noch nicht durchblicken.

Bis dahin halten sich die Tischtennis-Spieler aber anders fit, wie Renee Bieder verriet. „Da wurden der Wohnungs- oder Küchentisch umgeklappt. Es gab diverse Eigenbauten und dann wurde da gespielt“, erzählt der Pressesprecher. Er selber habe mit einem Kumpel auf Abstand und mit geöffneter Kellertür gespielt, „das war zwar ziemlich kalt, aber so konnten wir ein bisschen spielen“. Ansonsten sei man joggen gegangen. „Das hat aber jeder individuell gemacht“, so Bieder.

Schwieriger sei dies bei den Jugendspielern gewesen: „Da war es nicht möglich, sie bei Laune zu halten. Es war schwierig, alle zu erreichen, weil alle zu unterschiedlichen Zeiten zur Schule gehen.“ Bieder befürchtet hier sogar einen Mitgliederschwund: „Hier haben wir auch die Befürchtung, dass der ein oder andere abspringen wird.“

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick

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