Regelmäßig dabei ist beim Sportabzeichen auch die Familie Wenner mit Fritz, Anne, Marie, Ernst und Pia. © Helga Felgenträger
Sportabzeichen

Viele begeisterte Teilnehmer bei den Sportabzeichen – weitere Chancen in den nächsten Wochen

Es war ein wichtiger Startschuss: Am Mittwoch wurden nach dem Lockdown zum ersten Mal die Sportabzeichen verliehen. Das begeisterte nicht nur Familie Wenner.

Vielfältige Herausforderungen erwartete die Sportabzeichen-Teilnehmer am Mittwochabend im Sportzentrum Dahl: Seilspringen, Weitsprung, Schlagball oder Langlauf. „In den Kategorien Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination konnten sie zwischen den verschiedenen Disziplinen wählen“, erläutert Prüfer Hans-Peter Fahnert vom Stadtsportverband Werne die Prüfungsanforderungen für das Deutsche Sportabzeichen.

In der Sparte Schnelligkeit beispielsweise zwischen Laufen und Fahrradfahren, in der Sparte Kraft zwischen Medizinball, Kugelstoßen oder Standweitsprung. Beliebt war bei den Kindern der Weitsprung in der Kategorie Koordination. Dabei gilt für die Kleinen noch der Zonen-Weitsprung: Gemessen wird nicht vom Brett aus sondern vom Absprung.

Doch bevor die motivierten Sportler loslegen konnten, erhielten sie von Angelika Zielonka eine Laufkarte. Darin tagen die Prüfer die abgelegten Leistungen für das Sportabzeichen ein. Für das spätere Abzeichen in Gold, Silber oder Bronze und die Urkunde wurde eine Gebühr von fünf Euro verlangt.

Beliebt war bei den Kindern der Weitsprung. Bei ihnen galt noch der Zonen-Weitsprung. Sie mussten nicht vom Brett aus abspringen. © Helga Felgenträger © Helga Felgenträger

Da die Corona-Regeln für den Sport im Freien gelockert wurden, musste keiner einen Negativ-Test vorlegen oder nachweisen, dass er den vollen Impfschutz trägt. „Allerdings besteht weiterhin die Nachverfolgungspflicht“, berichtet Fahnert. Entweder schriftlich oder über die Luca-App mussten sich die Besucher registrieren. Der Verband selbst trage die Sorge, die Gegenstände regelmäßig zu desinfizieren.

Aus dem 21-köpfigen Prüfer-Team waren beim Startschuss am Mittwoch zehn Prüfer vor Ort. Seit über 25 Jahren halten auch Anette Rakoniewski und Rolf Hiemer dem Stadtsportverband die Treue. Sie ziehen ein positives Feedback. „Die Anzahl der erwachsenen Sportabzeichen-Teilnehmer steigt“, sagt Hiemer. Im Kreis Unna belege Werne sogar den ersten Platz.

Seit 25 Jahren halten Prüfer Rolf Hiemer und Prüferin Anette Rakoniewski dem Stadtsportverband bei der Sportabzeichen-Abnahme die Stange. © Helga Felgenträger © Helga Felgenträger

Auch Manfred Deutsch fehlte am Mittwoch nicht. Mit seinen 81 Jahren ist der eingefleischte Sportler und Prüfer immer noch dabei, inzwischen seit fast 40 Jahren, wie er sagt. Auch das Sportabzeichen legt er immer noch ab.

Auch viele Kinder waren am Mittwoch dabei und machten es den Erwachsenen nach. „Seitdem die Kinder das Alter für die Teilnahme erreicht haben, sind wir dabei“, sagt Ernst Wenner. Hier war die ganze Familie mit Ehefrau Anne und den drei Kindern Marie (10), Pia (8) und Fritz (7) am Start.

Seit fast 40 Jahren gehört Manfred Deutsch mit seinen 81 Jahren zum Prüferteam. Selbst legt er ebenso lang und länger das Sportabzeichen ab. © Helga Felgenträger © Helga Felgenträger

Der Jüngste im Bunde berichtet stolz von seiner Gold-Medaille, die er soeben beim Weitsprung erzielt habe. „Für die Kinder ist es eine gute Erfahrung“, sagt Anne Wenner. Der Vorteil in Werne: Die Kinder könnten mehrere Sportarten ausprobieren und nur das beste Ergebnis werde gewertet. „So lernen die Kinder alle Möglichkeiten der Leichtathletik kennen“, sagt Anne Wenner. Auch Anja Lindfeld war mit ihren achtjährigen Zwillingen Frieda und Jakob gekommen. „Wir sind zum ersten Mal dabei“, sagt sie. „Mal schauen, wie weit wir kommen.“ Sie liefen den 800-Meter-Lauf.

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