Der SV Herbern gewann bereits 2019 den Kreispokal und hätte auch in dieser Saison wieder Chancen darauf. © Foto: Patrick Schröer
Kreispokal

SV Herbern und Eintracht Werne haben im Kreispokal gute Chancen – aber kaum noch Hoffnung

Wann geht es weiter? Und wie? Das sind die großen Fragen, die sich momentan die Sportvereine stellen. Der SV Herbern und Eintracht Werne fragen sich das nicht nur im Ligabetrieb.

Während ein möglicher Re-Start in den Ligen für die meisten Teams gerade das große Thema ist, hätten zwei lokale Clubs auch noch im Kreispokal Chancen auf Erfolg. Doch ähnlich wie in den Ligen, steht auch hier der weitere Turnierverlauf Corona-bedingt in den Sternen. Wobei das scheinbar das kleinere Übel ist.

Sowohl der SV Herbern als auch Eintracht Werne sind bislang nämlich ins Viertelfinale eingezogen, hätten auch gute Chancen auf einen Einzug ins Halbfinale. Für die Eintracht wäre das dann der zweite Halbfinal-Einzug in Folge, nachdem sie in der vergangenen Pokal-Saison unglücklich gegen den Landesligisten IG Bönen scheiterte. Schon die Pokal-Spielzeit litt unter der Pandemie, das Halbfinale wurde erst im August ausgetragen.

Trainer Mario Martinovic denkt zwar gerne an diesen Erfolg und das Spiel zurück. Ein möglicher Kreispokal-Abbruch wäre ärgerlich, die Wichtigkeit liegt aber gerade für ihn woanders: „Es lohnt sich nicht, sich darüber zu ärgern. Wir wären ja froh, wenn es überhaupt wieder weitergeht.“ Er würde mit seinem Team im Viertelfinale auf Rot-Weiß Unna treffen. Das Spiel war für den 17. Februar angesetzt, eine Neu-Ansetzung gibt es noch nicht. „Wenn es abgebrochen wird, dann ist das so, was willste machen?“, fragt er.

Ähnlich sieht es Benjamin Siegert vom SV Herbern: „Das ist natürlich eine blöde Situation, wenn es nicht weitergeht. Aber wir sind da ja eh abhängig von der Politik. Wenn es nicht weitergeht – dann „Shit happens“. Siegert würde dem Pokal keine Träne hinterher weinen und es so hinnehmen. „Man muss das beste draus machen. Dann machen wir vielleicht ein kleines Turnier intern“, wirft der SVH-Trainer in den Raum. Stattdessen legt er den Fokus auch eher darauf, bald wieder trainieren zu können. Der SV Herbern war Ende Oktober gegen den Kreisligisten SV Mauritz in die Runde 4 eingezogen und wäre im November auf den ebenfalls in der Kreisliga spielenden SC Nienberge getroffen. Auch hier steht eine Neu-Ansetzung noch aus – wenn sie überhaupt kommt.

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick

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