Vertreter des SV Herbern und Werner SC, hier der Herberner Spieler Airton (l.) und Nico Holtmann vom WSC, waren bei der Sitzung des Fußballkreises Münster am Dienstag anwesend. © Jura Weitzel
Fußball

SV Herbern bringt neue Option für Saisonwertung im Fußballkreis Münster ins Spiel

Der Fußballkreis Münster lud am Dienstag alle Vereine ein, um Unsicherheiten zu beseitigen und Fragen zu beantworten. Der SV Herbern brachte dabei eine neue Möglichkeit der Saisonwertung ins Spiel.

Dass der Fußballkreis Münster gut geplant hat, wurde schon vor der Saison deutlich. So wurden beispielsweise die Staffeln verkleinert, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, die Spielzeit (zumindest zur Hälfte) durchziehen zu können.

Auch in der Videokonferenz am Dienstag gab der Kreis ein gutes Bild ab – da waren sich die Vertreter des SV Herbern und des Werner SC einig. „Ich finde, die machen das gut. Da verfällt niemand in Panik und es gibt Antworten auf viele Fragen“, erklärt Ralf Cramer, Jugendvorsitzender und Vertreter des Werner SC bei der Videositzung.

„Es hat ein bisschen Optimismus versprüht“

Auch, wenn der Kreis um den Vorsitzenden Norbert Krevert natürlich keine Information dazu geben konnte, ob und wann die Saison weitergeht: Ein bisschen Hoffnung versprühten die Verantwortlichen trotzdem. „Natürlich weiß niemand, wie es wirklich weitergeht“, so Cramer. „Aber dass sie gesagt haben, dass sie sich vorstellen können, dass es Anfang Mai weitergeht, hat schon ein bisschen Optimismus versprüht.“

Das findet auch der Geschäftsführer des SV Herbern Dominik Reher, der als Vertreter des SVH bei der Sitzung dabei war. „Ich halte das auch auf jeden Fall für realistisch“, so Reher. „Der Kreis ist mit seinen Ligen ja auch schon ziemlich weit im Gegensatz zu den meisten anderen.“

Viele Kreisligen in Münster haben schon rund 30 Prozent der Spiele absolviert. Zum Vergleich: Im Kreis Unna-Hamm sind es – sicher auch wegen des kreisweiten Sportverbots im Oktober – erst rund 15 Prozent. Also fehlen den meisten Teams im Kreis Münster nur noch rund 20 Prozent der Spiele, um die aktuelle Spielzeit zu werten.

Angesichts dieses weiten Fortschritts hat Dominik Reher in der Konferenz auch einen Vorschlag eingeworfen. „Ich wollte wissen, wie es mit einem Münsteraner Weg bezüglich der Saisonwertung aussieht. Es wäre ja zumindest eine Überlegung“, so der SVH-Geschäftsführer.

Er erklärt: „Der Kreis ist ja deutlich weiter, auch als die meisten überkreislichen Ligen. Deswegen wäre es ja vielleicht möglich, auch wenn der Verband alles abbricht, die Ligen im Kreis trotzdem zu werten. Zwar gäbe es dann einen Bruch und man müsste mal gucken, wie man das mit dem A-Liga-Meistern macht. Aber sonst wäre das ja vielleicht eine Möglichkeit.“

Mindestens für zwei heimische Mannschaften wäre eine solche Art der Saisonwertung wohl auch die Möglichkeit, die Chancen auf den Aufstieg zu wahren. So steht der SV Herbern III in der Kreisliga C4 noch ungeschlagen an der Spitze. Und auch der WSC II hätte aufgrund von einigen Nachholspielen noch die Möglichkeit, es in die Kreisliga A zu schaffen.

Die Überlegungen von Dominik Reher wurden beim Kreis offen aufgenommen. „Die Verantwortlichen haben gesagt, dass sie die Anregung mal mitnehmen“, erzählt er. „So richtig wissen, wie man es macht, kann ja im Moment keiner – da müssen wir abwarten. Aber es wäre zumindest eine Idee.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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