Fußball: 3. Liga

Sieben-Tore-Spektakel nutzt Marvin Pourié und dem 1. FC Kaiserslautern nichts

Es war gewissermaßen ein Spiel wie David gegen Goliath. Der abstiegsbedrohte 1. FC Kaiserslautern mit Marvin Pourié musste beim Aufstiegsfavoriten Dynamo Dresden ran. Das Spiel wurde aber spektakulär.
Marvin Pourié und der 1. FC Kaiserslautern kämpften - belohnten sich aber nicht. © 1. FC Kaiserslautern

Fast hätte der 1. FC Kaiserslautern schon am Samstagmorgen die Heimfahrt antreten müssen. Das Stadion von Dynamo Dresden, wo die Roten Teufel mit dem Werner Fußball-Profi Marvin Pourié antreten sollten, war von Schnee bedeckt. Doch der Platz konnte rechtzeitig geräumt werden und so war der FCK beim Drittliga-Spitzenreiter gefordert.

Nach dem Anpfiff kamen zuerst einmal beide Mannschaften zu Chancen. Für die große Überraschung sorgte Lauterns Kenny Prince Redondo schon früh. Nach der Vorlage von Jean Zimmer traf er zum umjubelten 1:0 für die Gäste (13. Minute) – damit hatte vorher wohl niemand gerechnet.

Doch danach nahm das Spiel erst richtig an Fahrt auf. Zwar machte die Mannschaft von Marvin Pourié ein gutes Spiel, doch auch Dresden drehte auf und belohnte sich. Erst köpfte Christoph Daferner den Ball zum Ausgleich ins Lauterner Tor (32.) und sorgte kurz vor der Pause sogar noch für die Führung von Dynamo (45.).

Doch FCK-Coach Jeff Saibene schien in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden zu haben, denn rund 40 Sekunden nach dem Wiederanpfiff schlug der FCK zurück – und endlich stand auch Marvin Pourié im Mittelpunkt. Philipp Hercher bediente den Werner, der den Ball formschön mit der Hacke an den Pfosten lenkte. Von dort trudelte der Ball zum Ausgleich ins Tor (46.).

Das schien den Roten Teufeln Auftrieb zu geben – sie zeigten eine starke Phase. Die Belohnung: Redondo verwandelte einen Schuss ins lange Eck zur starken 3:2-Führung (58.). Es schien, als würde sich hier eine Überraschung anbahnen für den FCK. Marvin Pourié hätte sogar zur 4:2-Führung treffen können.

Doch Dynamo kam erneut zurück. Ransford Yeboah Königsdörffer erzielte den 3:3-Ausgleich. Und kurze Zeit später war es dann eine Ecke, die doch noch zu einem rabenschwarzen Tag für den FCK sorgte. Kein Lauterer Abwehrspieler hatte Philipp Hosiner im Blick, der unbedrängt zum 4:3 für Dresden abschließen konnte.

Obwohl sich der FCK also ganz stark verkaufte gegen den Tabellenführer, muss die Mannschaft von Marvin Pourié erneut eine Niederlage hinnehmen. Und da die Konkurrenten im Abstiegskampf punkteten, kommt es für Lautern nun richtig dick: Die Mannschaft steht nur noch auf dem drittletzten Platz.

Bereits am Dienstag empfängt Kaiserslautern Türkgücü München.

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