Der Werner SC und der SV Herbern mit Jussef Saado und Philip Just würden gerne bald wieder spielen. © Jürgen Weitzel
Jahresrückblick

„Sensationeller Saisonstart“ beim SV Herbern und Werner SC – Fragezeichen um Fortsetzung

Auch wenn wenig Fußball stattfand im Jahr 2020 - genug Gesprächsthemen gab es dennoch. Benjamin Siegert (SV Herbern) und Lars Müller (Werner SC) sprechen über die bisherige Saison und wie es weitergehen könnte.

Aktuell ruht der Ball in Staffel 4 der Fußball Landesliga Westfalen. Spieler, Trainer, Betreuer und Fans des SV Herbern und des Werner SC haben Winterpause. Der Blick auf die Tabelle ist für beide Teams ein äußerst entspannter: sowohl der WSC, als auch der SVH mischen ganz oben mit. Nach sechs Spielen rangiert Werne mit 14 Punkten und dem besten Torverhältnis der Liga auf Platz zwei; Herbern, auf Rang drei, hat bei ebenfalls sechs absolvierten Partien 13 Zähler und die zweitbeste Tordifferenz.

„Ein starker Saisonstart, aber insgesamt deutlich zu wenig Fußball“, fasst WSC Trainer Lars Müller den ersten Teil der Saison 2020/2021 zusammen. Mit dem, was sein Team bislang gespielt hat, ist der 44-Jährige durchaus zufrieden. Ähnliche Worte kommen auch aus Herbern. Hier spricht Trainer Benjamin Siegert von einem „sensationell guten Saisonstart“. Schon die Vorbereitungsspiele seien gut gelaufen, die Mannschaft habe gut mitgezogen und sich „taktisch gut eingespielt“.

Mit Blick auf den weiteren Verlauf der Saison sind beide Trainer allerdings skeptisch. „Da sind extrem viele Fragezeichen. Dass wir im Januar schon wieder Fußball spielen sehe ich noch nicht“, sagt Müller. Das werde auch Einfluss auf den weiteren Verlauf der aktuellen Spielzeit haben.

„Englische Wochen sind echt nicht geil“, betont Siegert derweil und spricht von einem „Mammutprogramm“, sollte diese Saison tatsächlich regulär zu Ende gebracht werden. Dieses Szenario hält Lars Müller für „unrealistisch“ und macht sich dafür stark, anstatt der kompletten Saison 2020/2021 „einfach eine Halbserie zu spielen“.

In diesem Fall hätten Werne und Herbern bis zum Sommer noch elf Spiele zu absolvieren. „Das wäre absolut machbar“, findet Müller. Und dann wären seiner Meinung nach auch der Tabellenstand und die Saisonleistung bewertbar. Ein Vorschlag, der auch bei Benjamin Siegert auf offene Ohren stoßen dürfte, denn er geht derzeit davon aus, dass die ersten Spiele nach der Winterpause „frühestens Ende Februar, wenn nicht sogar erst im März“ stattfinden.

Das ist auch einer der Gründe, warum die Spieler des SV Herbern derzeit „komplett Pause“ haben und „den Fußball einfach mal beiseite packen“ dürfen. Sobald der erste Spieltag terminiert ist, werde die Vorbereitung starten, sagt Siegert. Beim WSC haben die Spieler derzeit die Aufgabe, sich selbst fit zu halten. Es gehe darum bis zum Vorbereitungsstart „ein gewissen Fitnesslevel zu halten“, so Müller. „Ich habe da eine Truppe auf die man sich verlassen kann. Da schlägt keiner über die Strenge. Da braucht keiner erst drei Monate bis er wieder halbwegs in Spielform ist“, lobt er. Das habe im Sommer auch schon funktioniert, daher sei er zuversichtlich, dass das auch vor dem Start ins Kalenderjahr 2021 klappen werde.

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