Beate Przybilla wird als Trainerin der TVW-Damen zum Saisonende aufhören. © Döring

Paukenschlag bei Handballern des TV Werne: Beate Przybilla hört auf

Es ist aktuell ohnehin keine einfache Zeit für die heimischen Hallensportler. Bei ihnen macht sich die Corona-Pandemie besonders bemerkbar. Nun gibt es eine weitere Hiobsbotschaft.

Mindestens seit Oktober sind die Werner Handballer bereits nicht mehr in der Halle gewesen. Bereits zum zweiten Mal sorgt die Corona-Pandemie für eine Zwangspause – dieses Mal dauert diese bereits über sechs Monate an. Doch das ist nicht der einzige Schock, den die Handballerinnen des TV Werne aktuell verkraften müssen.

Denn zum Saisonende wird Beate Przybilla ihren Trainerposten beim Landesligisten räumen. Seit zwei Jahren war sie Coach der Mannschaft. hatte zuvor mehrere Jahre in der Jugend und auch schon mal die Damen trainiert – damals acht Jahre lang.

Beate Przybilla will die freien Wochenenden nutzen

Doch jetzt ist Schluss. Den Grund für ihren Abschied fand sie in der Corona-Zwangspause. „Ich habe aktuell total die freien Wochenenden schätzen gelernt“, erzählt die erfahrene Trainerin. „Ich habe einfach gemerkt, dass ich das nicht mehr missen möchte. Das ist der Hauptgrund.“

Deshalb hegte Beate Przybilla nun Zweifel an ihrem Trainerjob. „Und wenn man so einen Trainerjob macht, gerade in der Landesliga, dann macht man das entweder ganz oder gar nicht“, sagt die Trainerin. „Deswegen habe ich mich entschieden, aufzuhören.“

Die aktuelle Saison der Handballerinnen wäre – wenn nicht die Corona-Pandemie gewesen wäre – bereits beendet. „Aber wir ziehen jetzt noch den Mai durch mit Laufchallenges, Online-Training und allem, was aktuell halt so möglich ist“, so Przybilla.

„Ich hatte immer eine gute Zeit hier“

Komplett Abschied nehmen muss die Trainerin von ihrer Mannschaft allerdings nicht. „Ich werde sicherlich mal in der Halle vorbeischauen und ein Spiel angucken, das ist doch ganz klar“, sagt Beate Przybilla. „Ich gehe natürlich im Guten, hatte immer eine gute Zeit hier.“

Auch in Sachen Nachfolge ist die aktuelle Trainerin voll involviert. „Wir halten im Moment natürlich immer die Augen offen. Es gibt zwei, drei Kandidaten, die auch durchaus Interesse hätten, die Mannschaft in der nächsten Saison zu übernehmen“, berichtet Beate Przybilla.

Doch dabei gibt es ein Problem: „Es können aktuell ja natürlich keine Probe-Trainings stattfinden“, erklärt die Noch-Trainerin. „Die Kandidaten wollen sich aber natürlich die Mannschaft anschauen und umgekehrt auch. Deswegen hoffen wir, dass es im Juni wieder in die Halle geht und man sich dann auch mal mit Kandidaten treffen kann.“

Für Beate Przybilla ist jetzt erstmal Handball-Pause. Doch eine Rückkehr als Trainerin will sie nicht unbedingt ausschließen. „Man kann ja niemals nie sagen“, betont sie. „Gerade in der aktuellen Zeit muss man abwarten. Wer weiß, vielleicht kribbelt es ja irgendwann doch wieder in den Fingern.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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