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Basketball

„Nur unsere Truppe aus dem Dorf“: Jan König blickt auf den 2. Regionalliga-Aufstieg zurück

Fünf Jahre ist es her, seitdem sich die Ballspielhalle am 21. März 2016 in eine wahrliche Ballspielhölle verwandelte. Denn an diesem Tag machten die LippeBaskets dramatisch den Aufstieg klar.

Rund 800 Zuschauer füllten am 21. März 2016 sämtliche Plätze in der Ballspielhalle in Werne. Mehr warteten draußen. Sie durften nicht mehr rein – Einlassstopp. Keiner wollte sich dieses sportliche Highlight entgehen lassen. Die LippeBaskets trafen auf den TVE Barop – der Tabellenerste spielte gegen den Tabellenzweiten. Es war der letzte Spieltag der Saison – dramatischer konnte die Ausgangslage damals nicht sein.

„Das wird das Erste sein, was ich meiner Tochter später mal zeige, wenn sie Bock darauf hat, sich was aus meiner Basketball-Zeit anzugucken“, sagt Jan König rückblickend. Denn König war einer der Spieler, der den 91:81-Sieg klar machte. Dreimal traf er von der Drei-Punkte-Linie. Insgesamt 18 Dreier warfen die LippeBaskets in dem Spiel. „Das war einfach ein geiles Spiel“, fasst Jan König es zusammen.

Die gesamte Saison über war man im Gleichschritt mit Barop im Kampf um den Aufstieg in die 2. Regionalliga gegangen. Ausgerechnet am letzten Spieltag sollte es dann zur Entscheidung kommen. „Es gab andere Teams aus der Liga, die ihre Spiele vorverlegt haben, um das Spiel zu sehen“, erinnert sich König. Was dann folgte, sei das beste Spiel gewesen, dass die LippeBaskets in der Saison gezeigt hätten.

Doch am stolzesten ist König auf etwas anderes: „Das haben wir halt nur mit unserer Truppe aus dem Dorf erreicht, keine Externen, keine Amis.“ Und viele Spieler von damals wie Cajus Cramer sind immer noch dabei. „Das ist immer eine schöne Konstanz bei uns, dieser Geist von damals ist immer noch da“, erklärt der Trainer der LippeBaskets II, der selber noch in der ersten Mannschaft aushilft.

Außerdem spielt seit dieser Saison mit Yvan Noubissi ein Spieler bei den LippeBaskets, der damals für die Baroper auf dem Parkett stand. Trotz der Niederlage habe er keine negativen Erinnerungen an den Tag, sondern eher positive an die Ballspielhalle: „Er weiß was abgeht, wenn keine weltweite Pandemie ist“, so König.

Seit dem Aufstieg vor fünf Jahren haben sich die LippeBaskets in der 2. Regionalliga etabliert. Nach leichten Startschwierigkeiten beendeten die Basketballer aus der Lippestadt die letzten zwei Spielzeiten auf dem zweiten beziehungsweise dritten Tabellenplatz. Ist da vielleicht sogar auf Dauer noch mehr drin? Offiziell ausrufen will Jan König das nicht, zumal andere Teams andere finanzielle Möglichkeiten hätten: „Wenn junge Spieler wie Nico und Louis sowie die Spieler wie Cajus mit ihrer ganzen Erfahrung nochmal in den Genuss kommen – warum nicht?“ Bis dahin erinnert sich König gerne zurück an den Erfolg von 2016: „Da erinnert mich ja auch Facebook jedes Jahr dran.“

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick

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