Ab dem 1. November darf Thomas Eroglu wieder im Dress des SV Herbern auflaufen, wie hier 2017. © Marcel Witte (A)
Fußball

Nordkirchener Thomas Eroglu steht vor Herberner Comeback: „Es juckt mega“

Knapp ein Jahr ist es her, dass Thomas Eroglu auf dem Platz stand. Damals noch für den FC Nordkirchen, nun für den SV Herbern. Diese Zeit hat bei dem 31-Jährigen Spuren hinterlassen.

Wenn der SV Herbern und der VfL Senden am Sonntag (24.10., 15 Uhr) aufeinandertreffen, wird einer wieder nur zugucken können: Thomas Eroglu, Rückkehrer vom FC Nordkirchen, war lange verletzt. Doch ein Ende der Wartezeit naht.

Denn der 31-jährige Mittelfeldspieler riss sich in der vergangenen Saison das linke Außenband. Quasi eine typische Fußballerverletzung. Doch statt nach wenigen Wochen wieder ins Training einsteigen zu können, ging es für Eroglu unters Messer.

Immer noch Schmerzen im Fuß

„Es wurde nicht besser mit den Schmerzen“, erklärt der Nordkirchener. Bei der OP vor knapp sechs Monaten wurden ihm daraufhin Knochenfragmente entfernt. Da lag der Außenbandriss schon sieben Monate zurück. Dementsprechend konnte Eroglu auch erst im Juli mit dem Lauftraining starten. Mit Co-Trainer Martin Eickmeyer machte er dann bis vor wenigen Wochen ein Aufbautraining.

Nun ist er seit circa drei Wochen zurück im Mannschaftstraining – und merkt das Jahr Pause. „Ich kann nicht leugnen: Ich fühle mich grottenschlecht am Ball“, sagt er mit einem Lachen. Er merke, dass er vom Kopf her zu lange brauche im Spiel. Immerhin der Körper halte die Belastung aus, auch wenn er noch Schmerzen im Fuß habe. „Aber damit muss ich wohl jetzt leben“, sagt der Mittelfeldspieler, der auch in der Verteidigung spielen kann.

Momentan darf Thomas Eroglu (r.) nur zugucken.
Momentan darf Thomas Eroglu (r.) nur zugucken. © Verena Schafflick © Verena Schafflick

Thomas Eroglu hat eine sehr objektive Sicht auf seine Verletzungspause, stellt daher keine exorbitanten Forderungen. Stattdessen will er erstmal in der zweiten Mannschaft aushelfen und Spielpraxis sammeln. „Ich habe schon mit Marian (Tüns, spielender Co-Trainer von Herbern 2, d. Red.) gesprochen und wir gucken mal, ob wir das hinkriegen.“

In der ersten Mannschaft guckt er bisweilen nur zu. Neben der Verletzungspause ist er erst ab 1. November spielberechtigt für den SV Herbern. Gerade in der durchwachsenen Anfangsphase der Herberner in der Landesliga in dieser Saison fiel ihm das nicht immer leicht: „Es juckt halt mega, man will helfen. Aber ich kann das ja selber einschätzen. Wenn ich nicht hundertprozentig fit bin, bin ich keine große Hilfe.“

Dementsprechend versucht er von außen etwas zu unterstützen, überlässt den Job aber dennoch lieber Trainer Benjamin Siegert. Auch Robin Schwick, mit dem er eine Fahrgemeinschaft aus Nordkirchen hat, gibt er ab und zu Tipps.

Seinen jetzigen Trainer kennt er noch als Mitspieler aus Nordkirchen. Viel geändert habe das aber nicht: „Er hat eigentlich auch als Mitspieler schon viel gecoacht.“ Klar, sei es nun was anderes. Negativ sieht Eroglu das allerdings nicht. „Er hat eine echt gute Vita, man respektiert ihn ganz normal als Trainer.“ Auch wenn Thomas Eroglu sich ab und zu einen Spruch anhören müsse. „Aber den bekommt er auch mal von mir.“

Insgesamt scheint er sich wohl zu fühlen beim SV Herbern. Der Verein ist ihm aber auch nicht fremd, bis er 2018 zum FC Nordkirchen wechselte, spielte der 31-Jährige für den Landesligisten. Das merke er auch im Team: „Ein paar Jugendspieler kenne ich jetzt nicht, aber der Großteil der Mannschaft ist der von damals.“ Auch privat mache er mit einigen Leuten etwas. Es sei für ihn wie nach Hause kommen. „Als wäre ich nicht weggewesen.“

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick

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