Sechs Jahre lang hatte Christian Bentrup das Heft des Handelns beim SV Herbern in der Hand. © Helga Felgenträger
Fußball

Nach seinem letzten Trainerjob schlug der Ex-Herberner Christian Bentrup einen neuen Karriereweg ein

Mit dem SV Herbern stieg Christian Bentrup in die Westfalenliga auf. Das traut er dem aktuellen Team auch zu. Sieht aber einen Unterschied zu damals. Warum er selbst nicht mehr als Trainer arbeitet.

Sechs Jahre lang war Christian Bentrup Trainer des SV Herbern, stieg mit dem damaligen – und jetzt wieder – Fußball-Landesligisten in die Westfalenliga auf. Bei seiner folgenden Station hatte Bentrup aber nicht mehr so viel Erfolg – und beendete danach seine Trainerkarriere.

„Das ist eine Frage des Alters gewesen“, sagt der 58-Jährige. „Das war mir irgendwann zu zeitintensiv, jedes Wochenende auf dem Platz zu stehen. Ich wollte langsam mal etwas kürzertreten. Ich bin zwar jetzt immer noch öfter am Platz, aber nicht als Trainer.“

Heute arbeitet Bentrup als Freier Mitarbeiter in einer Lokalsport-Redaktion. „Journalismus fand ich schon in meiner Jugend interessant. Ich wollte mal was anderes machen“, sagt er.

Das lag auch an seiner letzten Trainerstation. Direkt im Anschluss an seine Tätigkeit beim SV Herbern übernahm er im Juni 2016 den Landesligisten SV Hilbeck, bei dem er auch selbst als Spieler aktiv war. Dort seien die Voraussetzungen für ihn aber nicht da gewesen.

Spieler sagten wegen ihrer Freundin ab

„Das ist ein kleiner Verein. Die Einstellung der Spieler war auch anders. Das war nicht das, was man als Trainer erwartet. Denen waren viele Dinger wichtiger. Eine halbe Stunde vor dem Training haben welche abgesagt, weil sie mit ihrer Freundin weg mussten“, so Bentrup.

Dadurch sei seine Motivation weniger geworden. „Man bereitet stundenlang das Training vor und es kommt keiner. Da fragt man sich schon: Wofür mache ich das?“

Nachdem der Ex-Herberner im März 2018 bei Hilbeck aufhörte, habe er immer mal wieder Anfragen erhalten, die er aber ablehnte. „Mir gefällt das gut, wie es ist. Ich kann mich mal um andere Dinge kümmern.“

Den SVH hat Bentrup aber nicht aus den Augen verloren. „Ab und an, wenn ich Zeit finde, bin ich auch am Platz.“ Er denkt auch gerne an die Zeit in Herbern zurück. „Das war die schönste Zeit.“

Dem aktuellen Tabellendritten traut er den Aufstieg in die Westfalenliga zu. „Sie haben auf jeden Fall Aufstiegschancen.“ Der Ex-Trainer rechnet dem Verein diesmal eine Liga höher auch bessere Chancen aus als noch unter ihm, als die Mannschaft im ersten Jahr direkt wieder abstieg.

„Dass wir uns damals nicht halten konnten, war klar. Aber jetzt sind die Voraussetzungen besser als damals. Und sie haben auch sportlich das Niveau, sich halten zu können.“

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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