Kilian Höring (l.) wird dem SV Herbern II erstmal fehlen. Er flog am Sonntag gegen den TuS Ascheberg vom Platz. © Jura Weitzel
Fußball

Nach roter Karte: So lange fehlt Kilian Höring dem SV Herbern II

Es war eine kurze Partie für Kilian Höring im Derby gegen den TuS Ascheberg. Der Spieler des SV Herbern II wurde eingewechselt - und flog wenig später vom Platz. Nun steht fest, wie lange er fehlt.

Der SV Herbern tat sich am Sonntag gegen den Gemeinderivalen TuS Ascheberg überraschend schwer. Am Ende reichte es aber noch für einen Punkt. Für einen fühlte sich das Unentschieden aber eher an wie eine persönliche Niederlage.

Denn Kilian Höring feierte am Sonntag gegen den TuS Ascheberg eine ärgerliche Premiere: seinen ersten Platzverweis. „Ich hatte mal fünf Gelbe, aber noch nie Gelb-Rot oder Rot“, sagt er am Mittwoch. Entsprechend war auch seine Reaktion: „Irgendwie war es zuerst lustig, aber im Nachhinein natürlich scheiße.“

Zumal er selbst das Foul gar nicht so grob in Erinnerung hat. Der Schiedsrichter trug bei seinem Platzverweis in der Nachspielzeit nämlich ein, dass er ein grobes Foulspiel von der Seite auf Höhe der Mittellinie begangen habe. „Aber ich hab den Gegenspieler kaum berührt, nur gestreift“, erinnert er sich. Höring wollte eigentlich eine Kontermöglichkeit der Ascheberger unterbinden.

Entschuldigung hätte nichts gebracht

„Ich gehe also mit Grätsche auf Höhe der Mittellinie hin und treffe den Gegenspieler von der Seite“, erklärt der 24-Jährige. Es sei keine böswillige Aktion gewesen, Höring habe sich sofort entschuldigt. „Aber das bringt dann ja nichts“, sagt der Mittelfeldspieler. Der Schiedsrichter hätte sofort Rot gezeigt.

Seit Freitag steht nun fest, wie lang der eigentliche Stammspieler dem A-Ligisten fehlen wird. Vier Spiele muss Trainer Daniel Heitmann auf Höring verzichten, auch beim nächsten Derby gegen Davaria Davensberg am Sonntag (12.9., 15 Uhr, Rinkeroder Weg 1, Ascheberg).

Für Kilian Höring ist das ganze doppelt ärgerlich. Denn der Spieler fehlte auch in der Vorbereitung wegen Urlauben sowie im ersten Ligaspiel wegen einer Erkältung. Auch am Sonntag wurde er gegen Ascheberg erst in der 59. Minute eingewechselt. „Jetzt ist man mit drin und wenn es richtig scheiße läuft, habe ich vier Wochen frei plus die zwei Wochen spielfrei.“ So ist es nun also auch gekommen. Erst am 24. Oktober gegen den TuS Hiltrup II kann der Kapitän seiner Mannschaft wieder helfen.

Über die Autorin
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1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick

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