Marvin Pourié steht aktuell nicht für den FC Kaiserslautern auf dem Platz. © dpa
Fußball: 3. Liga

Marvin Pourié wieder nicht im Kader: Antwerpens Begründung klingt fragwürdig

Nach vielen Startelfeinsätzen steht Marvin Pourié beim FC Kaiserslautern aktuell nicht mal im Kader. Auch das Mannschaftstraining fand zuletzt ohne ihn statt. Was ist der wahre Grund?

Eigentlich war es beim FC Kaiserslautern fast schon die Regel: Wenn gespielt wurde, stand Marvin Pourié bei den Roten Teufeln in der Startelf. Am vergangenen Wochenende dann die Überraschung: Der Werner Fußballprofi fand sich im Spiel gegen den SV Meppen nicht einmal im Kader wieder.

Einen Grund nannte der FCK vor dem Spiel nicht. Auf Nachfrage erklärte Trainer Marco Antwerpen nach der Partie, die Degradierung habe „sportliche Gründe“ gehabt. Eine fragwürdige Erklärung, ist Pourié doch der Top-Torjäger der Roten Teufel.

Marvin Pourié nahm nicht einmal am Training teil

Im Laufe der Woche klärte sich die Lage allerdings nicht – im Gegenteil: Es mehrten sich die Fragezeichen. Nach Informationen von SWR Sport nahm Marvin Pourié unter der Woche nicht mal mehr am Training der Profi-Mannschaft teil, sondern hielt sich mit Athletiktrainer Oliver Schäfer im Nachwuchsleistungszentrum des FC Kaiserslautern fit.

Was sich in diesem Fakt schon andeutete, bestätigte Marco Antwerpen auf der FCK-Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Hansa Rostock (6. März um 14 Uhr): Pourié wird wieder nicht im Kader stehen.

Als offiziellen Grund nannte Marco Antwerpen die mangelnde Fitness des Angreifers: „Marvin in Topform ist ein Spieler, auf den wir nicht verzichten wollen. Sein Fitnesslevel ist aber nicht auf dem Stand, dass er für den 18er-Kader infrage kommt. Wir arbeiten daran, dass er wieder auf dieses Level kommt.“

Eine Aussage, die durchaus verwundert. In der Woche vor dem Meppen-Spiel hatte Pourié schließlich noch in der Startelf gestanden – und dann soll er in einer Woche so stark an Fitness verloren haben? Das klingt zumindest eher fragwürdig.

Der SWR bringt nun noch eine andere Erklärung ins Spiel. So soll der Werner Fußballprofi in den vergangenen Wochen immer wieder angeeckt sein. Mehrfach soll es Diskussionen mit Mitspielern und auch den Trainern gegeben haben. Solch ein Disput klingt zumindest plausibler – würde aber eine Rückkehr von Pourié in die Startelf eher unwahrscheinlich machen. Die Situation bleibt weiterhin undurchsichtig.

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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