Marvin Pourié war gegen den MSV Duisburg gleich doppelt erfolgreich. © imago
Fußball

Marvin Pourié spielt beim 1. FC Kaiserlautern zwar regelmäßig, kam aber bisher nie so richtig an

Der Werner Stürmer ist bei der Traditionsmannschaft vom Betzenberg Stammspieler, wartet aber noch auf den echten Durchbruch. Statt Aufstiegskampf geht der Blick nach unten.

Acht verschiedene Trikots zog sich der Werner Fußballer Marvin Pourié in den vergangenen acht Jahren über. Bei keinem Club wurde es so richtig glücklich. Mit dem 1. FC Kaiserslautern sollte das nun dringend anders werden. Doch zumindest das erste Halbjahr verlief auf dem Betzenberg nicht wirklich nach Plan.

Zugegeben, der Fußballverein aus Rheinland-Pfalz ist aktuell möglicher Weise einer der größten Baustellen der Bundesrepublik. Der Glanz der deutschen Meisterschaft 1998 ist längst verflogen und längst geht es für die „Roten Teufel“ um die pure Existenz. Im Sommer dann der Schock: Insolvenzverfahren und der mögliche Rückzug aus dem deutschen Profi-Fußball. Im Dezember stellte das Amtsgericht dieses Verfahren nun aber doch ein und der FCK schaut nun hoffnungsvoll in eine neue Zukunft.

Diese Zukunft könnte der mittlerweile 30-jährige Werner Marvin Pourié mitbestimmen, zumindest wäre das der Wunsch des Stürmers und des Vereins. Aktuell läuft seine Leihe bis Ende Juni 2021 – ein Kauf des Ex-Meisters scheint nicht unwahrscheinlich. Im ersten Halbjahr auf dem „Betze“ entwickelte sich Pourié zur Stammkraft, ist aus der ersten Elf nicht mehr wegzudenken.

Marvin Pourié traf bisher sechs Mal

Aber so richtig zufrieden, sind alle Beteiligten mit der Entwicklung des Werners noch nicht. 15 Spiele und sechs Treffer lautet die Bilanz des Stürmers. In der vergangenen Saison hatte er gerade im Aufstiegsendspurt Eintracht Braunschweig noch mit fünf Torbeteiligungen zum Sprung in die Zweite Bundesliga verholfen.

Bei den Pfälzern dagegen zeigte sich der 30-Jährige zuletzt überhaupt nicht mehr treffsicher. Nur sein Doppelpack gegen Duisburg unterbricht die sonst torlose Serie seit Mitte November. Trotzdem ist er mit großem Abstand der beste Angreifer am Betzenberg und auch deshalb einer der Hoffnungsträger in der zweiten Saisonhälfte.

Denn besonders in der Offensive hakt es beim Deutschen Meister von 1998. Nur drei andere Drittliga-Teams trafen noch seltener als der 1. FC Kaiserslautern. Eine Statistik zum Vergessen. Gleich neun Mal endete eine Partie der Pfälzer Remis, hätten die „Roten Teufel“ einige dieser Spiele gewonnen, wären sie in der Tabelle weit oben, doch dafür fehlen die Treffer.

Zum Jahreswechsel stand die Mannschaft vom Betzenberg nun auf Rang 15 – zwei Plätze und zwei Pünktchen vor der Abstiegszone. Dabei haben die „Lauterer“ allerdings jeweils ein oder bis zu drei Spiele mehr absolviert, als ihre Konkurrenz aus dem Keller. Verlaufen die nächsten Wochen und die Nachholspiele also besonders schlecht für den Traditionsclub, könnte man plötzlich von ganz unten der Tabelle grüßen.

Mit Dynamo Dresden, Türkgücü München und dem SC Verl steht Kaiserslautern allerdings in den nächsten Wochen vor Gegnern, die fest die oberen Ränge anvisiert haben. Da scheinen die Tore von Marvin Pourié besonders gebraucht zu sein.

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Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier

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