Mario Martinovic bleibt Eintracht Werne erhalten. © Helga Felgenträger
Fußball: Kreisliga A

Mario Martinovic wollte schon länger kürzertreten: „Als Fußballer ist man egoistisch“

Es war eine überraschende Neuigkeit von Eintracht Werne: Die beiden Trainer tauschen ihre Positionen. Für (Noch-)Cheftrainer Mario Martinovic war die Entscheidung schon klar, bevor er Trainer wurde.

Seit vielen Jahren ist Mario Martinovic Trainer von Eintracht Werne. Dort war er vorher auch schon als Spieler tätig und wird auch in der kommenden Saison dem Vereine erhalten bleiben. Allerdings wird er dann nicht mehr Trainer, sondern Co-Trainer sein.

„Ich habe Aykut (Kocabas, Co-Trainer und künftiger Trainer, Anm. d. Red.) das schon vor der Saison gesagt. Ich wollte schon damals als Spieler kürzer treten“, so Martinovic. „Aber es hat dann ja auch Spaß gemacht und ich habe alles beiseite geschoben.“

Mario Martinovic war immer da, wenn Eintracht Werne und der Fußball gerufen haben

Das ging viele Jahre so. „Als Fußballer ist man ja egoistisch, das muss ich schon zugeben“, sagt Mario Martinovic und lacht. „Wenn der Fußball gerufen hat, war ich immer da und habe alles andere hinten angestellt. Das wird sich jetzt auch nur teilweise ändern.“

Nochmal ausschlaggebend für seinen Schritt in die zweite Reihe war die Corona-Zeit. „Ich habe es jetzt gemerkt, wie es ist, mehr Zeit mit meinem Sohn zu haben. Zu ihm habe ich jetzt eine viel engere Bindung aufgebaut. Die genieße ich total“, sagt Martinovic.

Aber auch Eintracht Werne wird er in Zukunft erhalten bleiben. „Wir haben ja bisher schon immer alles als Team gemacht. Das wird sich in Zukunft auch nicht ändern. Nur muss halt einer den Hut aufhaben und am Ende die Entscheidung treffen. Und das ist dann Aykut“, sagt Martinovic.

Von seinem neuen Cheftrainer Aykut Kocabas ist er voll und ganz überzeugt. „Aykut hat mich drei Jahre super unterstützt. Die Zeit als Co-Trainer wird ihm jetzt auch als Chef helfen, davon bin ich überzeugt“, sagt Martinovic. „Und auf mich wird er sich ohnehin natürlich zu 100 Prozent verlassen können.“

Schon immer haben die Trainer bei Eintracht Werne die meisten Aufgaben ohnehin als Team erledigt, erklärt der (Noch-)Trainer. „Wir haben das Training zusammen vorbereitet und die Mannschaft zusammen aufgestellt“, so Martinovic. „Aber es gibt eben Entscheidungen, die sind 50:50. Und die muss nun Aykut treffen.“

Am Fußballplatz wird man Mario Martinovic aber wohl weiterhin finden. „Ich bin total fußballgeil. Gerade in der aktuellen Zeit wollen wir, will ich, unbedingt wieder auf den Platz“, sagt er. „Es geht viel mehr um das Drumherum. Ich muss nicht mehr jeden Termin wahrnehmen, das gefällt mir.“

Und eine ganz besondere Hoffnung hat Mario Martinovic mit dem neuen Cheftrainer vor der Nase. „Bei uns fehlt ja seit Jahren nicht viel. Wir sind immer vorne mit dabei, aber für ganz vorne reicht es nie“, sagt der (Noch-)Trainer. „Vielleicht findet Aykut ja den Kniff, der uns am Ende ganz nach vorne bringt.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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