Der SV Herbern hat derzeit ungewöhnlich viele Ausfälle zu beklagen. © Verena Schafflick
Fußball

Lazarett beim SV Herbern ist groß: „Es wird dieses Wochenende nicht gerade besser“

Der SV Herbern zeigte gegen die IG Bönen trotz langer Verletztenliste keine schlechte Leistung. Dennoch sind die Sorgen von Benjamin Siegert vor dem Wochenende groß.

Es war ohnehin kein besonders optimaler Spielplan für den SV Herbern. Schon am ersten Spieltag hatte der Landesligist spielfrei. Am zweiten Spieltag folgte das Duell mit Spitzenreiter IG Bönen, der sicherlich keine Punkte verschenkt. Und als wenn das nicht schwer genug wäre, wird die Liste der Ausfälle des Landesligisten immer länger.

Schon im Tor gab es am Sonntag die ersten Probleme. „Leo (Fenker, Anm. d. Red.) ist aktuell im Urlaub“, berichtet Benjamin Siegert. Somit stand Philipp Sandhowe im Tor, der eigentlich zurückgetretene Sven Freitag half aus und setzte sich auf die Bank. „So wird es am Sonntag auch aussehen. Dann kommt Leo aber wieder“, berichtet der Trainer.

Aktuell hat der SV Herbern drei Langzeitverletzte

Dann gibt es natürlich auch die bekannten Langzeitverletzten. Thomas Eroglu ist aktuell im Aufbautraining, Philipp Dubicki soll Ende des Monats wieder zur Mannschaft stoßen. Dennoch gibt es einen neuen Spieler, der länger fehlen wird: Dominick Lünemann fällt vorerst auf unbestimmte Zeit aus.

Ebenfalls erstmal nicht dabei sein wird Fynn Rottmann, der erst im Sommer aus Gievenbeck zum SV Herbern gewechselt war. „Fynn ist nach wie vor am Knie verletzt, jetzt kommt noch sein Urlaub dazu“, sagt Benjamin Siegert. Ein bisschen Hoffnung geben kann er aber: „Wir gehen davon aus, dass er nach seinem Urlaub zumindest ins Lauftraining einsteigen kann.“

Auch bei Dennis Närdemann geht es langsam wieder bergauf – auch, wenn es für das Wochenende noch nicht reicht. „Närde ist wieder im Lauftraining“, sagt Benjamin Siegert. „Wir wollen ihn jetzt so langsam wieder in die Mannschaft integrieren und dann hoffen wir, dass er vielleicht nächste Woche wieder dabei sein kann.“

Angeschlagen ist weiterhin auch Robin Schwick – auch, wenn dieser in den vergangenen Wochen immerhin auf Kurzeinsätze kam. „Das ist allerdings auch nicht Sinn der Sache“, so der Trainer. „Seine Verletzung lässt ein paar Minuten zwar zu, bricht dann aber auch wieder auf. Gegen Bönen hatten wir keine andere Möglichkeit, eigentlich braucht er aber auch eine Pause.“

Gespielt hatte gegen Bönen noch Luis Krampe, der jetzt allerdings erstmal urlaubsbedingt ausfällt. Aus dem Urlaub zurück erwartet wird Fabian Vogt. „Fabi sollte Sonntag dabei sein, wenn alles normal läuft“, sagt Benjamin Siegert.

Ebenso zurück erwartet wird Sebastian Schütte. „Basti hatte Probleme mit dem Kreislauf“, berichtet der Trainer. „Da ist aber jetzt alles wieder gut. Er war Dienstag schon wieder beim Training und dürfte auch für das Wochenende wieder einsatzbereit sein.“

Fehlen wird hingegen im Gegensatz zur vergangenen Woche Joe Breloh, der arbeitsbedingt verhindert ist. Zu seiner Verletzung an der Hand gibt es aber Entwarnung. „Die ist nicht so schlimm wie erwartet“, sagt Siegert. „Er hätte, wenn er da gewesen wäre, durchaus spielen können.“

Lang ist sie, die Verletztenliste des Landesligisten. Was auffällt: Besonders in der Offensive fehlen den Herbernern aktuell viele Stammkräfte. „Ich glaube aber, dass wir die kompensieren können“, sagt Benjamin Siegert. „Mehr Sorgen mache ich mir um die Außenbahnen hinten und das Zentrum. Da darf jetzt auch keiner mehr ausfallen, sonst wird es schwierig.“

Schwarz sieht Siegert deshalb aber für die Partie am Sonntag gegen Bockum-Hövel (Anpfiff 15 Uhr, Adolf-Brühl-Stadion, Hamm) nicht. „Letzten Sonntag waren wir ja auch schon dünn besetzt und wir haben es streckenweise trotzdem gut gemacht“, so der Coach. „Wenn wir das dieses Mal über 90 Minuten gehen können, können wir auch gewinnen.“

Über die Autorin
Redakteurin
Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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