Dieses Jahr wird Silvester zwar nicht mit Feuerwerk gefeiert - auf das Jahr zurückschauen kann man aber trotzdem. © unsplash
Jahresrückblick

Kreispokal, neuer Trainer, Tabellenplatz: Das waren die Fußball-Highlights der Spieler 2020

Fußballerisch war 2020 ein sehr kurzes Jahr. Viele Monate ruhte der Ball, die Corona-Pandemie stoppte den Amateursport oft und lange. Aber dennoch: Für die Fußballer gab es auch einige Highlights.

Insgesamt fühlte sich das Jahr 2020, geprägt durch die Corona-Pandemie, ziemlich lang an. Für die Amateurfußballer war es allerdings ziemlich kurz – in den meisten Monaten ruhte der Ball. Dennoch konnten die Fußballer auch einige schöne Erlebnisse aus dem Jahr benennen.

Henry Poggenpohl (Werner SC): „Ich muss erstmal überlegen, das Jahr war sportlich ja sehr kurz. Es ist schon mal schön, wenn man auf den Tabellenplatz guckt, dass man die Entwicklung der vergangenen Jahre sehen kann. Davor standen wir ja immer im unteren Tabellendrittel und jetzt immer weiter oben. Jeder hat Fortschritte gemacht, was sich dann auch in der Leistung widergespiegelt hat. Außerdem sind wir ja eine mehr oder weniger Werner Truppe. Die Leute, die in Werne ansässig sind, die spielen auch für den WSC und das merkt man. Es sind coole Leute dazugekommen und keine Quertreiber mehr dabei, es passt einfach alles und man geht gerne zum Sport. Jetzt ist jeder heiß, an die Leistungen der letzten Saison anzuknüpfen. Auch in 2021 weiß man, dass man oben stehen und mitspielen kann. Jetzt muss man erstmal gucken, we es weitergeht.“

Henry Poggenpohl konnte aufgrund der Corona-Pandemie nur selten für den Werner SC auf dem Platz stehen. © Johanna Wiening © Johanna Wiening

Michael Schulte (SV Herbern): „Positiv war für uns ja erstmal, dass der Übergang von den neuen Trainern so reibungslos war. Das ist natürlich klar. Davon ab sind die Ergebnisse sehr positiv. Für mich persönlich ist wichtig, dass ich nach meiner Verletzung wieder Fuß fassen konnte. Ja und negativ war natürlich Corona. Das ist sehr schade und dann haben wir auch ein paar Leute mit Verletzungsproblemen wie Joko (Johannes Richter, Anm. d. Red.), Dubicki. Für 2021 wünsche ich mir einfach, dass wieder alles zur Normalität kommt. Dass man wieder weiß, wofür man arbeitet. Man fragt sich schon, warum man hier eigentlich drei bis vier Mal die Woche laufen geht. Keiner weiß, wie es weitergeht. Wichtig ist natürlich, dass jeder gesund bleibt. Und dass wir vielleicht noch die Chancen haben aufzusteigen.“

Michael Schulte ist nun endlich verletzungsfrei. © Jürgen Weitzel © Jürgen Weitzel

Firat Isikli (SV Stockum): „Es war eigentlich katastrophal wegen Corona. Im Sommer haben wir dann wieder nur kurz trainiert, dann wieder nicht mehr. Das war sportlich einfach katastrophal. Man hätte das auch alles abblasen können. Schön war für mich aber, mit Jürgen Welp nach Stockum zurückzukommen. Außerdem sind wir ja ganz gut in die Saison gestartet, momentan sieht es da gut für uns aus. Für 2021 wünsche ich mir, dass alles ein Ende hat und wir wieder spielen können. Dass die Saison weitergeht und natürlich, dass wir unsere Serie beibehalten.“

Firat Isikli will gerne wieder auf den Platz. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Enes Ayküz (Eintracht Werne): „Das Jahr war ja von negativen Schlagzeilen wegen Corona geprägt. Wenn ich etwas Positives sagen will, muss ich lange überlegen, weil man schon länger nicht gespielt hat. Wir vermissen Fußball total, das ist der Hauptgedanke momentan. Sonst war das Halbfinale im Kreispokal gegen IG Bönen ein Highlight, wo wir uns sehr gut präsentiert haben. Es stand lange 0:0, wir haben als Kreisliga-Mannschaft Bönen gut unter Druck gesetzt. Wir wollten Meister werden, das hat nicht geklappt und momentan stolpern wir auch oft. 2021 kann dann hoffentlich endlich wieder gezockt werden. Dass wir zumindest in der Mannschaft wieder trainieren können, das würde vielen ja schon reichen. Das ständige Laufengehen privat – das kotzt mich an. Das ist ja eine Vorbereitung, die seit drei Monaten durchgezogen wird.“

Für Enes Akyüz war vorallem das Kreispokal-Halbfinale ein Highlight. © Jürgen Weitzel © Jürgen Weitzel
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1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick
Redakteurin
Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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