Jorma Hoppe wird den Werner SC zum Saisonende verlassen. © Jürgen Weitzel
Fußball

Jorma Hoppe beendet seine Fußball-Karriere und vermisst die Kommunikation beim Werner SC

Im Sommer beendet Jorma Hoppe vom Werner SC seine Fußball-Karriere. Eine Rückkehr ist aber möglich. Der Torwart hätte sich gerne ein Gespräch mit dem Trainer gewünscht. Lars Müller reagiert darauf.

Beruflich bedingt wird Jorma Hoppe den Landesligisten Werner SC zum Saisonende verlassen. Der Torhüter wird dann auch erstmal ganz mit dem Fußball aufhören. Eine Rückkehr auf den Fußballplatz soll aber folgen.

„Das ich irgendwann wieder Fußballspiele, ist klar. Ich werde mich aber nicht in einer unteren Liga hinstellen, entweder in der gleichen oder einer höheren Liga“, sagt Hoppe. In dieser Saison stand der 21-Jährige aber noch gar nicht beim Landesligisten im Tor.

Dass seine Spielzeiten durch seine berufliche Situation nicht mehr werden, weiß Hoppe auch. „Da muss man ehrlich zu sich selbst sein. Einmal in der Woche zum Training kommen reicht nicht.“

Statt auf Fußball wird sich Hoppe, der in der Saison 2018/19 zum WSC wechselte, erstmal auf andere Sportarten konzentrieren. „Ich bin da sehr offen und sportlich nicht unbedingt festgelegt. Ich liebe Sport. Wenn die Zeit für Fußball nicht reicht, muss ich mir was anderes suchen.“ Tennis und Fitness würden für den Ex-Herberner in Frage kommen.

„Wenn keiner da ist, mache ich das gerne“

Dass sein vorläufiges Ende auf dem Fußballplatz möglicherweise ohne ein weiteres Spiel stattfinden wird, sei schade. „Da bin ich ja leider nicht der Einzige. Ich würde mich gerne mit einem schönen Sieg verabschieden, aber ich kann das auch so akzeptieren“, so Hoppe.

Und sollte in dieser Spielzeit doch nochmal gespielt werden, würde der Torhüter auch nochmal zur Verfügung stehen. „Ich habe angeboten, dass sie sich gerne bei mir melden können. Wenn keiner da ist, mache ich das gerne. Lars (Müller, Trainer, Anm. d. Red.) weiß, dass ich aushelfe, wenn er mich braucht.“

Allerdings habe es zwischen ihm und Lars Müller schon seit Monaten keinen Kontakt mehr gegeben. Das Gespräch, dass er zum Saisonende aufhören würde, habe er mit dem externen Berater Kurtulus Öztürk geführt.

„Mit Lars habe seit dem nicht mehr gesprochen. Ich sehe mich nicht in der Pflicht, Infos weiterzugeben. Ich möchte Vertrauen und das Gefühl haben, dass ich gebraucht werde. Es entscheidet jeder selbst, wie die Kommunikation mit der Mannschaft ist. Wenn er mich unbedingt behalten will, kann er sich gerne melden.“ Hoppe sei aber nicht sauer auf Müller und würde vielleicht auch von sich aus das Gespräch suchen.

Auch Lars Müller hegt keinen Groll ihm gegenüber, sah aber auch keinen zwingenden Grund, das Gespräch zu suchen. „Das letzte Gespräch mit ihm endete damit, dass das er bis Mai raus ist. Bis Mai habe ich eh nicht mit ihm geplant. Wir haben klar kommuniziert, dass wir zu seinem Gunsten eine Lösung finden. Das weiß er. Er ist ein sehr guter Torwart. Es ist schade, dass er geht.“

Laut dem Trainer gebe es auch einige Spieler, mit denen er eine Weile nicht gesprochen habe. Mit Hoppe werde auch sicherlich wieder sprechen. „Er ist bei uns gerne wieder gesehen, wenn er wieder mehr kicken kann“, sagt Müller.

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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