Daniel Rafalski kann bei Eintracht Werne aktuell nur zuschauen. © Johanna Wiening
Fußball

Hand-Operation: Daniel Rafalski fehlt Eintracht Werne länger als erwartet

Eigentlich war der Trainer davon ausgegangen, dass Daniel Rafalski Eintracht Werne nur eine oder zwei Wochen fehlt. Nun muss sich der Stammtorwart einer Operation unterziehen.

Aus dem Tor von Eintracht Werne ist Daniel Rafalski seit Jahren eigentlich nicht mehr wegzudenken. In den vergangenen Jahren hielt der 38-Jährige beständig und sicher den Evenkämper Kasten sauber. Oft brauchte der A-Ligist nicht einmal einen Ersatzkeeper – Rafalski hatte nur selten mit Verletzungen zu tun.

Anders sieht das bislang in dieser Saison aus. Nur eine einzige Partie, direkt am ersten Spieltag gegen den VfL Kamen, hat Daniel Rafalski bislang für seine Eintracht in der Liga absolviert. Danach musste der Stammtorwart verletzungsbedingt aussetzen.

Zu Beginn sah die Blessur gar nicht so schlimm aus, berichtet Rafalski selbst. „Als erstes hat der Arzt bei mir eine Sehnenscheidenentzündung diagnostiziert. Das wäre schnell wieder geheilt“, sagt er. „Aber die Schmerzen sind geblieben und dann musste ich ins MRT.“

Die Diagnose: Daniel Rafalski hatte sich den Diskus in der Hand gerissen. „Der Diskus ist sowas wie der Meniskus im Knie“, berichtet der Eintracht-Keeper. „Das ist also schon eine bittere Verletzung und hat mich auch schon ein bisschen geärgert.“

In eineinhalb Wochen wird Rafalski nun an der Hand operiert. „Dann dauert die Genesung etwa sechs Wochen“, erzählt er. „Ich rechne damit, dass ich in acht Wochen wieder ins Training einsteigen kann. Vielleicht kann ich dann im Dezember noch Spiele machen.“

Ersatzkeeper Thomas Goeke überzeugt im Kasten der Eintracht

Glück im Unglück für die Eintracht: Erst in diesem Sommer hatte der A-Ligist mit Thomas Goeke einen Ersatzkeeper verpflichtet. Dieser sollte nur zum Einsatz kommen, wenn Rafalski mal ausfällt. Das passierte bekanntlich nun schneller als gedacht.

Doch Thomas Goeke präsentierte sich im Kasten der Evenkämper zuletzt stark. Statt neidisch zu sein, unterstützt Daniel Rafalski seinen Mannschaftskollegen dabei. „Thomas ist ein guter Torwart“, sagt er. „Wir haben ihn ja genau für diese Momente geholt und jetzt liefert er zuverlässig seine Leistung. Das passt doch gut.“

Auch menschlich verstehen sich die beiden Keeper von Eintracht Werne durchaus gut. „Thomas ist ein super Typ“, sagt Daniel Rafalski. „Ich freue mich für ihn, dass er so gut in der Mannschaft angekommen ist. Wir haben jetzt zwei gute Torhüter, das ist doch nur etwas Gutes.“

Bis zum Dezember bleibt Daniel Rafalski nun aber nur die Zuschauerrolle – sowohl im Training, als auch in den Spielen. „Ich bin trotzdem jeden Sonntag dabei. Da muss man die Jungs ja unterstützen und ein Zeichen setzen“, sagt der Keeper. „Ich will auch den Anschluss nicht verlieren. Und die Jungs machen wirklich einen guten Job, da macht es Spaß, zuzuschauen.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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