Rund ein Jahr stand Zakaria Slimani für den SV Stockum an der Seitenlinie. © Schürmann
Fußball: Kreisliga A

Fast 1,5 Jahre nach seinem Ende beim SV Stockum: So geht es Zakaria Slimani heute

Rund ein Jahr stand Zakaria Slimani beim Fußball-A-Ligisten SV Stockum an der Seitenlinie, bevor er sich zu seinem Rücktritt entschied. Mittlerweile ist er froh darüber.

Mit zehn Punkten aus 27 Spielen und als Tabellenvorletzter hatte Zakaria Slimani im Dezember 2019 die Reißleine gezogen. Er hatte seinen Posten als Trainer des abstiegsbedrohten SV Stockum geräumt. Ein Schritt, den der 38-Jährige „im Nachhinein zu keinem Zeitpunkt bereut“ hat. Ganz im Gegenteil: „Letztlich bin ich sogar froh darum“, sagt er.

Dem Fußball an sich hat Zakaria Slimani nach eigenen Angaben den Rücken gekehrt. „Aus dem Sport habe ich mich komplett zurückgezogen. Ich habe seitdem auch nicht mehr selber gekickt“, erklärt er. Die Corona Pandemie und die Unterbrechung der Saison habe da „sicherlich auch zu beigetragen“, glaubt er. Unter dem Strich hätten sich aber auch seine Interessen und seine Prioritäten verlagert.

Zakaria Slimani hat sich einige Wünsche erfüllt

Seit seinem Rücktritt vor rund 15 Monaten habe er sich einige lang gehegte Wünsche erfüllt. So zum Beispiel eine Reise nach New York, die er direkt nach seinem Abschied in Stockum und unmittelbar vor dem Ausbruch der Corona Pandemie angetreten hatte. „Diese Woche hat mir gut getan, um das alles zu ordnen“, betont der 38-Jährige.

Außerdem habe er sich den Traum vom Motorrad erfüllt, den Führerschein gemacht und sei seitdem „viel mit dem Bike unterwegs“. Die Zeit dafür hätte er „damals mit Sicherheit nicht gehabt“. Er sei „absolut fußballverrückt gewesen“ und hätte rückblickend „viel zu viel Zeit in dieses Hobby gesteckt“.

„Die ersten Jahre waren richtig toll“

Dennoch bereut er nichts: „Die ersten Jahre waren richtig toll. Da sprechen die Jungs, mit denen ich heute noch Kontakt habe, immer noch von. Beispielsweise das Trainingslager in Marokko. Welcher Kreisligaspieler kann denn bitte von sich sagen, dass er zum Trainingslager nach Marokko gefahren ist?“

Die Zeit, die er nun nicht mehr auf dem Trainingsplatz verbringt, nutzt Slimani jetzt unter anderem mit seinem Sohn. Ob er ohne die Pandemie heute noch mehr Bezug zu König Fußball hätte, kann Stockums Ex-Trainer nicht sagen: „Ich weiß nicht, wie es gelaufen wäre, wenn wir kein Corona und keine Pandemie hätten. Aber das ist alles schon okay so.“

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