Enes Akyüz (r.), Kapitän von Eintracht Werne, steht vor einem besonderen Duell. © Jura Weitzel
Fußball

Familienduell im Pokal: Eintracht Wernes Enes Akyüz trifft auf die Verwandtschaft

In der zweiten Runde des Kreispokals trifft Eintracht Werne auf den TSC Hamm. Für Kapitän Enes Akyüz ein ganz besonderes Aufeinandertreffen, denn es geht gegen die eigene Verwandtschaft.

Erst vergangenen Sonntag feierte Eintracht Werne den Pflichtspiel-Auftakt. In der ersten Runde des Kreispokals besiegte der A-Ligist den klassengleichen SV Frömern. Nun steht bereits die zweite Runde beim TSC Hamm an (Sonntag, Anstoß: 15 Uhr, Union-Stadion Hamm) – und für Eintracht-Kapitän Enes Akyüz wird es ein Duell der besonderen Art.

Die Familie Akyüz wird in dreifacher Hinsicht involviert sein: Enes Akyüz wird Eintracht Werne als Kapitän auf den Platz führen, dort wird er es mit seinem Cousin Emirhan zu tun bekommen, der das TSC-Trikot trägt. An der Seitenlinie steht zudem Onkel Erdal, Trainer der Hammer.

Die Familie trifft sich bereits am Tag vor dem Spiel und Enes Akyüz ist sich sicher: „Da wird es schon den einen oder anderen Spruch geben.“ Eine Wette über den Einzug in das Pokal-Achtelfinale haben die drei aber nicht abgeschlossen.

Enes Akyüz hofft auf ein schnelles Eintracht-Tor

Mit Insider-Informationen kann Akyüz seinem Trainer Aykut Kocabas trotz der Familienbande nur bedingt dienen: „Mehr als die Hälfte vom TSC ist gerade im ersten oder zweiten Senioren-Jahr, die jungen Spieler kenne ich nicht.“ Was er allerdings weiß: „Solch jungen Spielern nimmt man schnell die Luft, wenn man ein frühes Tor erzielt.“

Dass das nicht einfach wird im Vergleich der beiden A-Ligisten, ist Akyüz bewusst: „Wir unterschätzen niemanden, auch nicht aufgrund seines Alters. Wir müssen zusehen, dass wir diszipliniert bleiben – von der ersten bis zur letzten Minute.“

Die in der Vorbereitung erzielten Ergebnisse machen aber Mut, dass die Evenkämper in die nächste Runde einziehen. „An Selbstvertrauen mangelt es uns nicht. Das ist aber auch so, wenn wir mal verlieren“, stellt Akyüz klar: „Unser Manko war es in der Vergangenheit eher, dass nicht alle immer ihre Bestform abrufen konnten.“

Gegen den TSC soll das gelingen, denn Akyüz und die Eintracht mögen den Pokal-Wettbewerb: „Es ist doch einfach schöner, wenn wir alle paar Wochen dann ein zusätzliches Spiel haben statt Training.“ Und wohin die Reise gehen kann, bewies Eintracht bereits.

Im vergangenen Jahr stieß die Mannschaft bis ins Halbfinale vor und schmiss unter anderem den Oberligisten Holzwickeder SC aus dem Rennen. Erst die IG Bönen setzte dem Durchmarsch ein Ende. Wünscht Akyüz sich da eine Revanche im weiteren Verlauf des Pokalwettbewerbs? „Ein zweiter Anlauf gegen Bönen wäre sicherlich nicht schlecht. Aber meinen Wunschgegner habe ich bereits am Sonntag.“

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Seit 2019 als freier Mitarbeiter für Lensing Media im Einsatz. Hat ein Faible für sämtliche Ballsportarten und interessiert sich für die Menschen, die den Sport betreiben - von der Champions League bis zur Kreisliga.
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