Es ist geklärt, wer ab der kommenden Saison die A-Jugend des SV Herbern trainiert. © Johanna Wiening
Fußball

Ex-Trainerin der Frauen-Nationalmannschaft übernimmt A-Jugend des SV Herbern

Die Nachfolge für Simeon Uhlenbrock steht fest. Die ehemalige Trainerin eines DFB-Frauenteams übernimmt. Das führt zu etwas, das es in der A-Jugend des SV Herbern vorher noch nicht gab.

Seit wenigen Tagen ist bekannt, dass Simeon Uhlenbrock zur kommenden Saison nicht mehr Trainer der Fußball-A-Jugend des SV Herbern ist. Er wechselt zur B-Jugend von Rot Weiss Ahlen. Lange hat die Herberner Suche nach einem Nachfolger aber nicht gedauert – und die führt zu einem Novum im Verein.

Denn es gibt keinen Nachfolger für Uhlenbrock, sondern eine Nachfolgerin. Sabrina Gesell wird zur neuen Spielzeit die Herberner U19 betreuen. Aktuell ist sie noch Trainerin der B-Jugend des SVH.

„Das ist das erste Mal, dass eine Frau unsere A-Jugend trainiert. Man sieht an anderer Stelle, dass das geht. Es geht um Qualität und die hat sie allemal“, freut sich der Jugendvorsitzende Toni Brockmeier. „Ein qualifizierteres Trainerteam können wir gar nicht bieten.“

Mit Gesell, die vor einer einjährigen Unterbrechung als Co-Trainerin der U19-Frauen-Nationalmannschaft bereits zwei Jahre die B-Jugend trainierte, wird auch ihr aktueller Assistent Timmy Schütte eine Altersstufe höher rücken. Komplett macht das Trainerteam mit Björn Christ ein anderer Ex-Spieler, der bereits den aktuellen Trainer Uhlenbrock in der A-Jugend unterstützt.

Die Entscheidung für Gesell war alternativlos

„Als ich die Entscheidung verarbeiten musste, dass Simeon geht, war mein erster Gedanke, Sabrina zu fragen. Wir haben uns dann länger unterhalten und nach zwei Wochen Bedenkzeit hat sie sich entschieden“, so Brockmeier über die „alternativlose Entscheidung“, die ehemalige Trainerin der Frauen-Mannschaft des VfL Bochum aus der U17 hochzuziehen. Für die B-Jugend sei man jetzt auf der Suche nach einer „guten Lösung“.

Die durch die Corona-Pandemie erschwerte Vorbereitung auf die kommende Saison werde laut Brockmeier dadurch erleichtert, dass alle Trainer die aktuellen und neuen A-Jugendlichen bereits kennen würden.

„Björn kennt den Jung-Jahrgang der A-Jugend, die anderen beiden die, die aus der B-Jugend hoch kommen. Das ist ein fließender Übergang“, so der Jugendvorsitzende. „Jetzt müssen nur nur noch die Jungs mitziehen.“

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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