Tura Bergkamen (rot) setzte sich am Sonntag gegen Eintracht Werne (weiß) mit 3:2 durch. © Matthias Kerk
Fußball

Eintracht Werne geht gegen TuRa Bergkamen im ersten Test die Luft aus

Es war ein Spiel auf Augenhöhe zwischen Eintracht Werne und TuRa Bergkamen. Am Ende war es aber die Kondition, die für einen Sieg von TuRa sorgte.

Noch nicht lange sind Eintracht Werne und TuRa Bergkamen offiziell in die Vorbereitung gestartet. Dementsprechend schwierig lief es phasenweise im ersten Testspiel, das TuRa Bergkamen mit 3:2 gewann. Den Werner ging mit Ablauf der Zeit die Spritzigkeit verloren. Bergkamen hatte den längeren Atem.

Beide Mannschaften fanden gut in die Partie. Bei Werne stand der Trainer Aykut Kocabas überraschend in der ersten Elf. „Das war der personellen Situation geschuldet. Wir hatten nur 13 Spieler zur Verfügung“, erklärte der Coach. Chancen gab es auf beiden Seiten.

Wernes Stürmer Serkan Adas war am Sonntag nicht so gut aufgelegt. Der Stürmer hatte drei dicke Möglichkeiten die Führung zu erzielen, aber er nutzte keine. Bergkamen hatte im ersten Durchgang eine richtig dicke Chance zur Führung, aber das Tor schien in Halbzeit eins verriegelt zu sein.

Im zweiten Durchgang entwickelte sich dann ein offener Schlagabtausch. Die Gastgeber kamen besser aus der Kabine und gingen durch Aboubacar Sylla (53.) in Führung. Die Eintracht hatte das Momentum auf seiner Seite. Turas Abwehr erlebte eine Phase, in der sie sehr unorganisiert war und das nutzten die Hausherren.

Sylla wurde auf der linken Strafraumseite freigespielt. Der Bergkamener Verteidiger agierte zu ungestüm im Zweikampf und trat Sylla von hinten in die Beine. Der Schiedsrichter zweifelte keine Sekunde und entschied zurecht auf Elfmeter.

Adas trat an und verwandelte unten links. Bitter für Bergkamens Torhüter Tim Hohmann: Er ahnte die richtige Ecke und war mit beiden Händen am Ball, doch die Kugel tickte vor seine Hand noch einmal auf und landete so doch noch im Netz (58.).

Nun folgte die Schlussphase. In dieser zeigte sich das konditionelle Defizit der Eintracht. Tura lief dagegen weiterhin an und erspielte sich gute Gelegenheiten. Nach einem Ballverlust von Wernes Adas in der Vorwärtsbewegung schaltete Bergkamen sehr schnell um. Über links kam die Flanke in die Mitte, wo Eintrachts Oliver Samardzic über den Ball trat. Am zweiten Pfosten hatte Dominik Lalla den richtigen Riecher und traf zum Anschlusstreffer (61.).

Tura war nun am Drücker und kam gefährlich vor das Werner Tor. Und wieder war Wernes Samardzic beteiligt. Nach einer Grätsche rollte der Ball an Samardzic Arm. Es gab Handelfmeter für Bergkamen. Pascal Kupfer trat an und traf zum verdienten Ausgleich.

Bergkamen gehörte jetzt die Schlussphase. Der Eintracht schwanden von Minute zu Minute die Kräfte. In der 78. Minute wurde es kurios. Eftal Calikbasi bekam den Ball fünf Meter vor dem Werner Tor zugespielt. Er stand frei vor Eintrachts Keeper Daniel Rafalski und brachte das Kunststück fertig, den Ball aus fünf Metern, weit über das Tor zu schießen (78.). Die Kugel kam irgendwo in den knapp 30 Meter von Platz entfernten Büschen runter. Das hätte das 3:2 sein müssen.

Turas Moral wurde aber belohnt. In der 85. Minute machte Lalla seinen Doppelpack perfekt als er zum 3:2-Siegtreffer traf. Turas Trainer Christopher Brügmann war nach dem Test zufrieden: „Wir haben heute mal ein neues System ausprobiert. In der ersten Halbzeit wollten wir viel Ballbesitz haben. Das hat geklappt. Allerdings hat uns im letzten Drittel der nötige Biss in den Zweikämpfen gefehlt. Am Ende war es ausschlaggebend, dass wir mehr Luft hatten als Werne.“

Dem stimmte auch Wernes Trainer Aykut Kocabas zu: „Uns hat die Kraft gefehlt. Wir hätten in der ersten Hälfte die Tore machen müssen, dann geht das Spiel sicherlich anders aus, aber es war für den ersten Test schon in Ordnung.“

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