Der SV Herbern III spielt bisher eine hervorragende Saison. © Jura Weitzel
Fußball

Der SV Herbern III kann mit einem weiteren Jahr Kreisliga C leben – will es aber nicht

Die Ziele des SV Herbern III waren vor der Saison klar gesteckt. Auf Anhieb sollte der Aufstieg in die Kreisliga B klappen. Dieser scheint nun aber doch in Gefahr zu sein.

Es war sehr erfreulich für den SV Herbern – nach einem Jahr Abwesenheit kann der Verein seit Sommer erneut eine dritte Mannschaft stellen. Aufgrund des freiwilligen Rückzugs im Jahr zuvor muss das Team nun aber in der Kreisliga C antreten.

Dementsprechend war das Ziel vor der Saison klar: Nach Möglichkeit sollte der direkte Aufstieg in die Kreisliga B erreicht werden. Und bis zum Lockdown sah es auch gut aus. In den acht Saisonspielen holte der SVH insgesamt 20 Punkte und steht damit auf Platz eins der Liga.

Ein Saisonabbruch wäre ärgerlich für den SV Herbern III

Dennoch könnte der Aufstieg nun akut in Gefahr sein. Denn was passiert, wenn die Saison doch noch abgebrochen wird? „Das wäre ärgerlich, aber dann ist es halt so“, sagt Trainer Stefan Sennekamp. „Gerade aktuell gibt es einfach wichtigere Dinge als Fußball.“

Einem möglichen Saisonabbruch blickt er absolut gelassen entgegen. „Wenn wir wegen Corona noch ein Jahr in der Kreisliga C spielen müssen, dann ist das halt so. Dann versuchen wir es eben nächstes Jahr“, sagt der Coach. „Außerdem hätten wir in der Kreisliga C den Vorteil, noch ein Jahr viele Spiele zu gewinnen. Das ist auch schön.“

Aber trotz aller Gelassenheit: Aufsteigen will Stefan Sennekamp eigentlich natürlich schon. „Natürlich wollen wir die Saison gerne zuende bringen und am Ende aufsteigen. Es läuft gut für uns, da wollen wir das natürlich auch dann durchbringen“, sagt der Coach.

Gefragt nach der Wahrscheinlichkeit, dass die Saison nochmal fortgesetzt wird, ist Stefan Sennekamp ziemlich unsicher. „Vor zwei Wochen hätte ich wahrscheinlich gesagt, dass wir bald zumindest wieder trainieren können“, sagt er. „Aber jetzt gehen die Zahlen wieder hoch und die Mutationen sind da – da wird es dann schon ein bisschen schwierig. Vor Mai sehe ich es gerade nicht, dass wir wieder spielen können.“

Wenn es dann im Mai aber tatsächlich losgehen kann, sind die Chancen in der Staffel des SV Herbern III gut, zumindest 50 Prozent der Spiele zu absolvieren. „Wir haben acht Spiele absolviert und bräuchten nur noch fünf für die 50 Prozent“, erklärt Sennekamp. „Bei uns haben die meisten Mannschaften sieben oder acht Partien, die SG Selm II hat als einziges Team sechs Spiele absolviert. Aber auch da wäre es absolut möglich, die Saison noch zumindest bis zur Hälfte durchzuziehen. Also: Die Hoffnung ist definitiv noch da.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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