Benjamin Siegert vom SV Herbern hat „gemischte Gefühle“, wenn er an das Datum zum Re-Start denkt. © Jura Weitzel
Fußball

Datum für den Re-Start löst bei einem heimischen Landesliga-Trainer „gemischte Gefühle“ aus

Ab dem 2. Mai soll die Fußballsaison auf überkreislicher Ebene fortgesetzt werden. Das sagen Benjamin Siegert vom SV Herbern und Lars Müller vom Werner SC zu den Plänen.

Jetzt ist es soweit: Es gibt ein Datum, wann die Amateurfußball-Saison weitergeht. Am 2. Mai soll der Ball wieder rollen. So hat es Manfred Schnieders, Vize-Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW), am Dienstagabend verkündet.

Der Plan gilt erstmal nur für die überkreislichen Ligen. Ob die einzelnen Fußballkreise nachziehen, wird am Donnerstag in einer Sitzung mit den Vorsitzenden entschieden. Das sagen die Trainer der überkreislichen Landesligisten SV Herbern und Werner SC zum Vorhaben des FLVW.

„Ich habe gemischte Gefühle. Ich freue mich, aber wenn die Zahlen wieder hochgehen, gibt es wieder einen Stopp“, sagt Benjamin Siegert vom SV Herbern. Das stimmt.

Denn damit wieder Fußballtraining unter normalen Bedingungen stattfinden kann, muss der Inzidenzwert bis zum 5. April in Nordrhein-Westfalen unter 100 bleiben. Dann würde der FLVW den Vereinen eine vierwöchige Vorbereitungszeit gewähren, so Schnieders.

Es soll Spiele geben, auch wenn die Saison nicht mehr gewertet werden kann

„Ich finde es gut, dass ein Termin gesetzt wurde. Wir haben ein Datum vor den Augen. Das ist eine gute Sache. Jetzt muss ich die Jungs pushen, dass sie zum Zeitpunkt X bereit sind“, so Siegert.

Was passieren würde, wenn Kommunen die Plätze der Vereine sperren würden, konnte der Vize-Präsident des FLVW noch nicht sagen. Er teilte aber mit, dass es verpflichtende Meisterschaftsspiele gebe, auch wenn nicht mehr 50 Prozent der Partien absolviert werden könnten und die Saison daher nicht gewertet werden kann.

Siegert nimmt das gelassen hin. „Es ist so, wie es ist. Die Leute müssen entscheiden und ich möchte nicht in ihrer Haut stecken. Deswegen bin ich nur Trainer des SV Herbern.“

Ähnlich sieht es auch sein Pendant Lars Müller vom Landesliga-Konkurrenten Werner SC. „Das ist schon komisch, aber es liegt nicht in unserer Hand. Wenn man die Spieler fragt, spielen sie natürlich für eine Wertung. Andererseits fehlen den Jungs auch das Training und die Spiele. Die Alternative, nicht zu spielen, ist auch blöd.“

Lars Müller: „Wir haben keine 15 Landesligisten in Werne“

Und sollte es keine Saisonspiele mehr geben, weil die Spielzeit abgebrochen werden würde, halte Müller es für wahrscheinlich, dass es trotzdem Partien geben würde, wenn noch gespielt werden dürfte.

„Dann würden wir uns Testspiele suchen und es wäre nicht groß anders, als wenn es Saisonspiele ohne Wertung geben würde.“ Das Infektionsrisiko durch Fahrten in weiter entferntere Orte wäre in beiden Fällen da. „Wir haben keine 15 Landesligisten in Werne, wenn wir gegen Teams auf Augenhöhe Testspiele verabreden wollen würden“, so der Trainer.

Ist noch nicht so euphorisch beim Blick auf den 2. Mai: WSC-Trainer Lars Müller.
Ist noch nicht so euphorisch beim Blick auf den 2. Mai: WSC-Trainer Lars Müller. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

So richtig euphorisch sei Müller aber noch nicht wegen des Starttermins. „Ich bremse die Euphorie noch ein bisschen, solange das Datum an Bedingungen geknüpft ist.“

Positiv sieht er es, sollte es mit dem angepeilten Termin klappen, dass es vier Wochen Vorbereitung geben soll. „Bei zwei Wochen hätten wir es auch gemacht, aber vier sind besser – wenn es funktioniert.“

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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