Einige Teams der Landesliga 4 konnten ihren Kasten nur selten sauber halten. © Jürgen Weitzel
Fußball: Landesliga

Das sind die Schießbuden der Landesliga 4 in den vergangenen zehn Jahren

Dass eine stabile Defensive für einen guten Tabellenplatz unerlässlich ist, dürfte wohl überall bekannt sein. Das ist aber nicht ganz so einfach, was sich auch bei den Schießbuden der Landesliga 4 zeigt.

„Offense wins games, Defense wins championships“ – dieses Fußball-Sprichwort kennt wohl jeder. Oder um es mit den Worten von Schalkes Jahrhunderttrainer Huub Stevens zu sagen: „Die Null muss stehen.“

Bei seinen Schalkern hat dieser Leitsatz in der vergangenen Spielzeit aber nichts zu suchen gehabt. Ganze 86 Gegentore fingen sich die Knappen in 34 Spielen ein und stiegen sang- und klanglos ab. Auch in der Landesliga 4 gab es in den letzten Jahren ähnlich defensivschwache Vereine. Hier ist unsere Liste mit den größten Schießbuden der Landesliga 4 der vergangenen zehn Jahre:

Platz 10: SV Rot-Weiß Deuten (Saison 2016/17) und Union Lüdinghausen (Saison 2012/13) – 72 Gegentore

In der abgebrochenen Saison 2019/20 gehörte Rot-Weiß Deuten zu den besten Teams der Landesliga 4 und stieg dank veränderter Aufstiegsregelung sogar auf. Doch das war nicht immer so: In der Saison 2016/17 kassierte RW Deuten satte 72 Gegentore und stieg quasi verdient in die Bezirksliga ab. Dass es nur drei Jahre später in die Westfalenliga gehen würde, hätte zu diesem Zeitpunkt wohl niemand erwartet.

Ganz so glücklich lief es für Union Lüdinghausen nicht. Schon in der Saison 2012/13 kassierte der Landesligist 72 Tore, die zum Abstieg führten. Doch danach wurde die Mannschaft direkt durchgereicht in die Kreisliga A. Mittlerweile hat sich die Mannschaft zumindest wieder in der Bezirksliga gefangen und spielt dort konstant im Mittelfeld.

Platz 9: SpVg Emsdetten 05 (Saison 2011/12) – 74 Gegentore
Bis zum Sommer 2017 war die SpVg Emsdetten 05 in den meisten Saisons ein fester Bestandteil der Landesliga 4. Die Mannschaft ist wohl das, was sich eine Fahrstuhlmannschaft schimpft. Das zeigte sich auch in der Saison 2011/2012. Gerade erst war 05 aus der Westfalenliga in die Landesliga abgestiegen, folgte die nächste bittere Saison. Mit 74 Gegentoren bekam die Mannschaft keinen Fuß auf den Boden und ging runter in die Bezirksliga – aus der sie nur ein Jahr später wieder aufstieg.

Platz 7: SC Preußen Lengerich (Saison 2017/18) und SG Bockum-Hövel (2018/19) – 75 Gegentore
Im Sommer 2015 war der SC Preußen Lengerich in die Landesliga 4 aufgestiegen. Von Anfang an hatte sich die Mannschaft gut in der Liga etabliert – bis zum verfluchten dritten Jahr. Satte 75 Gegentore kassierte die Mannschaft in der Spielzeit 2017/18, es ging runter in die Bezirksliga und bislang auch nicht wieder hinauf.

Etwas anders sieht es aus bei der SG Bockum-Hövel. Zwar war die Mannschaft in der Saison 2018/19 ebenfalls mit 75 Gegentoren abgestiegen – doch nur ein Jahr später wieder hochgekommen. In der mittlerweile annullierten Saison hatte sich die Mannschaft im Mittelfeld festgesetzt und wird somit auch ab dem Sommer weiter in der Landesliga 4 zu finden sein.

Platz 6: DJK Eintracht Coesfeld (Saison 2017/18) – 79 Gegentore
Seit 2009 war die DJK Eintracht Coesfeld ein fester Bestandteil der Landesliga 4 (mit Ausnahme eines kurzen Ausflugs in die Westfalenliga) – bis zur Saison 2017/18. Satte 79 Gegentore kassierte das Team in dieser Spielzeit, so viele wie keine andere in der Liga. Die Konsequenz war der absehbare Abstieg.

Über die Autorin
Redakteurin
Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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