Es gibt einige Mannschaften in der Landesliga 4, die den Ball oft aus dem eigenen Kasten fischen mussten. © Timo Janisch
Fußball: Landesliga

Das Schalke 04 der Landesliga 4: Drei Mannschaften kassierten über 90 Gegentore

Schalke 04 ist in dieser Saison mit 86 Gegentoren sang- und klanglos abgestiegen. Mannschaften mit einer ähnlich schwachen Defensive gab es in den letzten zehn Jahren auch in der Landesliga 4.

Es ist ein oft genutztes Sprichwort in der Fußballwelt: „Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften.“ Wenn die Defensive aber löchrig ist, geht es für jede noch so starke und offensive Mannschaft ganz schnell in Richtung Abstieg.

Genauso passiert ist es dem FC Schalke 04. 86 Gegentore kassierte die Mannschaft in der Saison 2020/21 und läutete so den Abstieg in die zweite Liga ein. Ähnlich defensivschwache Mannschaften gab es in den letzten zehn Jahren auch in der Landesliga 4. Hier kommt der zweite Teil unserer Liste der größten Schießbuden der Liga:

Platz 5: SSV Buer (Saison 2011/12) – 83 Gegentore

Mittlerweile ist die Landesliga 4 geprägt von Mannschaften aus dem Münsterland. In der Saison 2011/2012 war allerdings auch noch der SSV Buer dabei. Doch es lief mehr schlecht als recht – die Mannschaft kassierte satte 83 Gegentore, mehr als alle anderen Mannschaften in der Liga. Auch mit einer passablen Offensive konnte sich das Team nicht retten und stieg in die Bezirksliga ab. Mittlerweile ging es wieder hoch in die Landesliga – allerdings in die Staffel 3.

Platz 4: SV Vestia Disteln (Saison 2013/14) – 89 Gegentore

Wer in der Landesliga 4 aktuell nach dem SV Vestia Disteln sucht, der wird nicht fündig. Bereits 2014 stieg die Mannschaft in die Bezirksliga ab – damals mit schwachen 89 Gegentreffern. Zwar spielte die Mannschaft in der Bezirksliga danach nahezu jede Saison oben mit, für einen Aufstieg in die Landesliga reichte es aber nicht.

Platz 2: SV Gescher (Saison 2014/15) und Davaria Davensberg (Saison 2012/13) – 92 Gegentore

Seit 2015 ist der SV Gescher in der Bezirksliga zuhause. Dort hat sich die Mannschaft durchaus im oberen Mittelfeld festgespielt. Und das trotz der schwachen letzten Landesliga-Saison 2014/15 – mit 92 Gegentoren wurde der Abstieg besiegelt.

Ähnlich erging es auch dem heutigen Lokalkonkurrenten des SV Herbern II, der Davaria aus Davensberg. Während die Mannschaft seit über fünf Jahren ein fester Bestandteil der Kreisliga ist, ist es wohl nicht ganz so leicht vorzustellen, dass die Mannschaft bis zur Saison 2012/13 noch in einer Liga mit der ersten Mannschaft des SV Herbern spielte – und davor sogar in der Westfalenliga. Bei 92 Gegentoren rückte der Klassenerhalt in unerreichbare Ferne.

Platz 1: VfB Hüls (Saison 2018/19) – 93 Gegentore

Der VfB Hüls gehört heute wohl nicht mehr in das Gebiet der eher münsterländisch geprägten Landesliga 4. In der Saison 2018/19 war das Team aber noch in der Liga vertreten – doch mehr schlecht als recht. Satte 93 Gegentore kassierte die Mannschaft und musste damit runter in die Bezirksliga gehen.

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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