Er war der Spieler des Spiels: Im Kreispokal gegen den Werner SC schoss Patrick Sobbe (r.) das entscheidende Tor. © Jura Weitzel
Fußball

„Dann werden wir oben mitspielen“: Patrick Sobbe hat schon Ziele für die neue Saison

Nach einer durchwachsenen Saison konnte Patrick Sobbe sich beim SV Herbern in dieser Spielzeit etablieren. Vor allem offensiv sorgte er für Furore - obwohl er da eigentlich nicht spielt.

Nicht nur aufgrund der geringen Menge an Spielen in dieser Saison wird den Herbernern das Kreispokalspiel Anfang Oktober gegen den Werner SC in Erinnerung bleiben. Schließlich gewann der SV Herbern hier gegen den Ligarivalen im Flutlicht knapp mit 1:0. Maßgeblich daran beteiligt war Patrick Sobbe.

Denn der 22-Jährige schoss nach 25. Minuten das einzige Tor des Abends, brachte den SVH damit eine Runde weiter und wurde zum Spieler des Spiels.

Dabei schien der Allrounder in der Vorbereitung abgeschrieben. Wegen eines Urlaubs in Schottland fehlte er fast die Hälfte Testspielphase im Sommer. „Im Endeffekt hat mich das erstmal nach hinten geschmissen“, sagt Sobbe rückblickend.

Seinen ersten Einsatz in der Saison machte er daher erst beim 5:1-Testspielsieg gegen Westfalia Kinderhaus. Im nächsten Spiel gegen den TuS Hiltrup saß er dann wieder auf der Bank: „Das war schon ärgerlich, aber das konnte ich irgendwie auch verstehen. Ich war lange nicht da, da sollen dann die Jungs spielen, die die ganze Zeit dabei waren.“

In der Jugend war er Offensivspieler

Wer Patrick Sobbe zu dem Zeitpunkt schon abgeschrieben hatte, lag aber gründlich falsch. Denn seit dem Saisonauftakt ist der 22-Jährige in die Stammmannschaft gerückt, hat hier – wie gegen den Werner SC – öfter die entscheidenden Tore gemacht. Obwohl er unter Benjamin Siegert gar nicht so offensiv eingesetzt wird.

„Ich hab ja eigentlich die ganze Jugend immer offensiv gespielt, in der A-Jugend auf der Zehn oder teilweise auch als Stürmer“, blickt der 22-Jährige zurück. Im Seniorenbereich kam er nun auch mal im defensiven Mittelfeld zum Einsatz, oder wie unter Siegert auf den Außenpositionen im Mittelfeld. Der Drang zum Tor ist also da. „Aber allgemein ist das natürlich auch dem Team geschuldet, dass das so gut klappt mit den Toren und vielen Vorlagen“, sagt Sobbe.

Für den ambitionierten Fußballer kam da die Corona-Pause doppelt ungünstig. Zumal er auch in der Vorsaison nicht richtig durchstarten konnte. „Zwischendrin war ich am Oberschenkel verletzt, hatte immer so Kleinigkeiten und war dann immer so einen Monat raus“, erzählt er. Jetzt sei er fit in die Saison gestartet. Um weiter fit zu bleiben, geht er laufen, fährt Inliner – oder trifft sich mit Teamkollegen Julius Höring zum Mountainbike fahren.

Aber auch für seine Ambitionen mit dem Team ist die Pause ärgerlich: „Wir haben dieses Jahr eine richtig gute Truppe zusammen und wollten oben angreifen. Wir haben uns nie als Ziel gesetzt, oben mitzuspielen. Aber wir haben die wichtigen Spiele gespielt und die Teams geschlagen. Das ist umso ärgerlicher, weil man wieder eine gute Saison verloren hat.“

Und auch kommende Saison wolle das Team sich kein Ziel setzen, außer guten Fußball zu spielen. Aber Sobbe hat ein Ziel für sich: „Ich weiß, was wir können. Ich glaube, wenn alles von vorne bis hinten gespielt werden kann, dann spielen wir auch oben mit.“

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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