Der SV Herbern verliert mit Jens Haarseim im Sommer einen Torwart. © Jürgen Weitzel
Fußball: Landesliga

Benjamin Siegert zu Jens Haarseim: „Es war eine schwierige Aufgabe als Trainer“

Jens Haarseim verlässt den SV Herbern in Richtung Nordkirchen. Das bestätigte der Verein. SVH-Trainer Benjamin Siegert erklärt nun, warum er das bedauert und was für ihn schwierig war.

Dass Jens Haarseim durchaus seine Qualitäten besitzt, ist beim SV Herbern kein Geheimnis. Noch in der Saison 2019/2020 teilte er sich mit Sven Freitag den Stammplatz. Zuletzt war er nur noch Ersatz hinter Leo Fenker, was aber nicht an Haarseims Qualitäten lag.

Denn auch Benjamin Siegert, dem Trainer des SV Herbern, sind diese durchaus bewusst. „Natürlich, ich weiß genau, dass Jens ein sehr guter Torwart ist“, sagt der Coach. „Das hat es für mich dann zu Beginn der Saison auch noch schwerer gemacht.“

Jens Haarseim konnte beim SV Herbern nur selten trainieren

Was Siegert meint: Jens Haarseim besitzt zwar seine Qualitäten, konnte aber nur selten am Training teilnehmen. „Das war eine schwierige Aufgabe als Trainer. Aber ich kann natürlich niemanden spielen lassen, wenn er nicht beim Training ist. Und Leo hat seine Sache gut gemacht, weswegen er dann auch den Vorzug bekommen hat“, so der Trainer.

Eine Entscheidung, die auch Jens Haarseim gut nachvollziehen konnte. Die Überlegungen, ob er dann aber den SV Herbern im Sommer verlassen sollte, wurden nicht gerade positiv beeinflusst, als der Landesligist in Philipp Sandhowe noch einen vierten Torwart an die Werner Straße holte.

„Er hat auch das verstanden“, sagt Benjamin Siegert. „Wir haben ihm auch ganz transparent die Situation erklärt und ihm nahegelegt, den Konkurrenzkampf anzunehmen. Wir hätten uns auch gefreut, wenn er bei uns in Herbern geblieben wäre.“

Böses Blut ist aber zwischen dem SV Herbern und Jens Haarseim nie geflossen – darauf legen beide Seiten großen Wert. „Er hat das total gut aufgenommen und sich dann eben für Nordkirchen entschieden. Da wünschen wir ihm natürlich alles Gute.“

Und ähnlich wie Jens Haarseim hofft auch Benjamin Siegert auf ein ganz besonderes Szenario. „Wir würden uns natürlich freuen, wenn wir dann nächstes Jahr in der Liga gegeneinander spielen würden“, spielt Siegert auf einen möglichen Aufstieg Nordkirchens an. „Das wäre glaube ich richtig schön – für ihn und auch für uns.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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