Spiele, wie auf dem Bild, dürfen in der Jugend noch nicht stattfinden, aber die Kinder des Werner SC und SV Herbern dürfen wieder trainieren. © Verena Schafflick (A)
Fußball

Beim SV Herbern und Werner SC geht das Jugendtraining wieder los – mit einigen Änderungen

Seit Montag dürfen Jugend-Mannschaften wieder trainieren. Auch das Training beim Werner SC und SV Herbern startet wieder. Die Jugendvorsitzenden mussten dafür aber einiges ändern.

Monatelang mussten die Kinder auf Fußballtraining verzichten. Seit Montag ist Jugendtraining mit bis zu 20 Kindern bis 14 Jahre wieder erlaubt. Geht es für die Jugendlichen des Werner SC und SV Herbern also schon wieder auf den Platz?

In beiden Fällen muss das noch verneint werden. Bis zum Mittwoch gab es beim SV Herbern noch kein Training. Ende dieser Woche sollen die Kinder aber wieder auf den Fußballplatz zurückkehren. „Wir haben für die nächsten zwei Wochen einen neuen Trainingsplan erstellt“, sagt der Jugendvorsitzende Toni Brockmeier.

Neu, weil es für die Mannschaften geänderte Trainingszeiten geben wird. „Wir haben das Angebot etwas auseinandergezogen, damit sich die Kinder aus dem Weg gehen können“, erklärt er.

In dem neuen Trainingsplan taucht neben dem Kunstrasenplatz im Siepen deswegen auch der Rasenplatz an der Werner Straße auf, auf dem normalerweise nur die F- und G-Junioren sowie die jungen Mädchen-Teams trainieren. Das Soccerfeld bliebt erstmal zu, weil es zu eng sei.

Brockmeier: „Für die C-Jugendlichen ist es schwierig zu kapieren“

Wenn die nötigen Abstände eingehalten werden sollen, ist der Platz auch nötig, da alle Mannschaften bis zur D-Jugend wieder trainieren sollen. Die C-Jugendlichen gehören noch nicht dazu. Bei ihnen gibt es die besondere Situation, dass es die Altersgrenze genau durch ihr Team läuft.

„Ich hoffe, dass in zwei Wochen auch mehr trainieren dürfen, wenn die Zahlen niedrig bleiben. Aber für die C-Jugendlichen ist es schwierig zu kapieren, dass sie noch nicht spielen dürfen“, wünscht sich der Jugendvorsitzende, dass auch die 15-Jährigen in den Plan eingeschlossen worden wären, um eine Spaltung zu verhindern.

Für Brockmeier ist aber eins klar. „Von Meisterschaftsspielen spricht hier keiner. Es geht darum, das Vereinsleben wieder aufzunehmen und dass die Kinder wieder Sport machen können.“

Eine mögliche Gefahr sieht er in der langen Pause aber auch. „Die Trainer müssen im Hinterkopf behalten, dass sie jetzt nicht nur Zweikampftraining machen, auch um die Abstände einzuhalten. Aber die Pause war jetzt länger als jede Sommerpause. Dan kann es anfangs schnell zu Verletzungen kommen.“

Brockmeier appelliert aber auch an die Eltern, die Regeln einzuhalten. „Wir können das nur gemeinsam schaffen.“

Beim Werner SC beginnt Montag das Training

Beim Werner SC bleibt der Trainingsplatz in dieser Woche noch leer. Ab kommenden Montag soll aber auch dort wieder das Jugendtraining beginnen, aber nicht zeitgleich stattfinden, um den Kontakt zu minimieren. Von den Minikickern bis zum C-Jugend-Jungjahrgang und der Mädchen-Mannschaft sollen aber alle Mannschaften wieder starten.

Während die C-Jugend nur aus 14-Jährigen trainieren darf, müssen die beiden anderen Teams mit 14- und 15-Jährigen noch warten, bis sie wieder auf den Platz dürfen. Ähnlich wie sein Pendant beim SV Herbern hofft der Jugendvorsitzende des WSC Ralf Cramer, dass bei sinkendem Inzidenzwert bald mehr Mannschaften trainieren dürfen.

Eines schloss er aber aus. „Wenn wir einen tagesaktuellen Schnelltest vorweisen müssen, um zu trainieren, ist das nicht praktikabel. Das kann man den Spielern und Trainern nicht zumuten“, würde Cramer auf weitere Mannschaften verzichten, selbst wenn das bei einem Wert zwischen 50 und 100 möglich wäre.

Aktuell finde das Training für die Spieler und Trainer, die dürfen, nur auf freiwilliger Basis statt. Bei zwei Trainern ist aber noch nicht klar, ob sie coachen werden, weil sie Lehrer von Klassen sind, die dieses Jahr ihr Abitur machen, und die Schüler nicht gefährden wollen, so der Jugendvorsitzende.

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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