Beate Przybilla ist für den Saisonabbruch im Handball. Damit haben sich aber noch nicht alle Fragen für sie geklärt. © Helga Felgenträger
Handball

Beate Przybilla vom TV Werne befürwortet den Saisonabbruch im Handball – hat aber noch offene Fragen

„Das hat mich nicht mehr überrascht“, sagt Beate Przybilla zum Abbruch der regulären Saison. Gespielt werden soll aber trotzdem noch. Für die Trainerin des TV Werne stellen sich daher noch Fragen.

Jetzt ist es Gewissheit: Die Handball-Saison 2020/21 wird abgebrochen. Das teilte der Handballverband Westfalen am Mittwoch mit. Gespielt werden soll aber trotzdem noch. Das sagt Beate Przybilla vom TV Werne zu der Entscheidung.

Im Gespräch am Montag sagte die Trainerin der Landesliga-Frauen noch, dass sie nicht damit rechne, dass im März wieder gespielt werden könnte. Das war bis Mittwoch immer noch der Plan des Handballverbands Westfalen, um zumindest die Hinrunde der aktuellen Spielzeit noch zu Ende zu spielen.

Aber selbst die Verbands-Verantwortlichen zweifelten da in den vergangenen Wochen dran. „Wenn in zwei Wochen kein Licht am Horizont zu sehen ist, werden wir die Saison absagen, vielleicht auch schon früher“, sagte Andreas Tiemann, Vize-Präsident Spieltechnik des Handballverbands, am 21. Januar. Fast genau eine Woche später war die Absage offiziell – früher als vermutet.

„Ich hatte damit schon gerechnet. Das hat mich nicht mehr wirklich überrascht. In der jetzigen Zeit ist das eine gute Lösung. Wir hätten kaum Zeit für eine Hinrunde gehabt“, sagt Wernes Trainerin Przybilla zu der Entscheidung.

Der terminliche Druck hätte laut Przybilla zu Problemen geführt

Das Durchboxen einer Halbserie hätte Druck auf die Spielerinnen und möglicherweise auch Familien bedeutet. „Eine Spielerin meinte, dass sie gar nicht wisse, ob sie vom Job aus spielen dürfte.“ Zudem wäre die Verletzungsgefahr groß gewesen. „Zweikämpfe kann man nicht zuhause üben“, so Przybilla und fordert eine vierwöchige Vorbereitungszeit.

Denn der Spielbetrieb in dieser Saison ist mit dem Abbruch der regulären Spielzeit nämlich noch nicht beendet. Die Mannschaften können zwischen einer Aufstiegs- und Pokalrunde wählen oder auch gar nicht mehr spielen. Absteiger wird es nicht geben. Zur Durchführung der Spiele schlug der Verband den Vereinen vor, Corona-Tests zu machen.

Ob und für welche Runde sich die Landesliga-Handballerinnen melden werden, sei noch nicht entschieden. „Die Tendenz geht in Richtung Pokalrunde. Aber wir werden erstmal ein bisschen Zeit vergehen lassen. Die Spielerinnen müssen sich damit auseinandersetzen. Es gibt ja auch noch offene Fragen wie zum Beispiel mit den Tests umgegangen werden würde und wer die zahlt“, sagt Przybilla.

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
Zur Autorenseite
Tobias Larisch

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.