Die Trainer des SV Herbern und Werner SC müssen sich auf eine verkürzte Vorbereitung einstellen. © Jura Weitzel
Fußball

„Auch Selbstverantwortung der Spieler“: Landesliga-Trainer äußern sich zur Vorbereitung

Eine Wiederaufnahme des Liga-Betriebs ist in der momentanen Corona-Situation nicht in Sicht. Und so langsam läuft dem Verband die Zeit davon - was vor allem Spieler und Trainer merken werden.

Eigentlich sollten die Vereine vier Wochen Vorbereitung haben, bevor die Ligen wieder aufgenommen werden. Mit dem immer länger andauernden Lockdown läuft dem Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) aber langsam die Zeit davon, eine verwertbare Saison zu spielen. Die Lösung sehen die Landesliga-Trainer aus Herbern und Werne als nicht optimal an.

Denn der FLVW hat sich nun vorerst dafür ausgesprochen, den Vereinen lediglich zwei Wochen Vorbereitungszeit zu geben, sobald eine Aufnahme des Ligabetriebs wieder möglich sein sollte – irgendwann. „Zwei Wochen sind schon sehr knapp, fußballerisch und körperlich“, sagt WSC-Trainer Lars Müller. In der Zeit würde man nicht fit werden, es bestünde immer noch ein hohes Verletzungsrisiko. Sein Kollege beim SV Herbern, Benjamin Siegert, stimmt ihm zu, dass es nach einer so langen Pause schwer werde, in zwei Wochen wieder durchzustarten.

Spieler bekommen wieder Lauflisten

Siegert sieht vor allem aber die Spieler in der Pflicht. „Es ist auch die Selbstverantwortung der Spieler, zum Startschuss für die zwei Wochen topfit zu sein“, sagt der SVH-Coach. Spieler, die dies nicht machen, würden es dann schwer haben. Doch auch für die Trainer sei es schwierig, jeden fit zu kriegen.

Aus diesem Grund werde er den Spielern in den kommenden Tagen wieder eine Laufliste zukommen lassen, an die sich seine Spieler halten können: „Aber nicht von 0 auf 100, sondern peu à peu. Dann hoffen wir, zum richtigen Zeitpunkt topfit zu sein.“

Ein schwieriges Unterfangen, schließlich ist eine Wiederaufnahme der Saison bislang nicht in Sicht. „Im Moment ist es sowieso utopisch, ob und wann es weitergeht“, sagt Lars Müller. Wenn es dann weitergehen sollte, müsse man auch Abstriche machen, um eine verwertbare Saison zu haben: „Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich vier Wochen nehmen. Zwei Wochen nehme ich auch in Kauf, aber sie sind nicht optimal.“ Einen Saison-Abbruch sieht Müller als letzte Option.

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1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick
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Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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