Lars Overs und der SV Herbern II überzeugten in 2020. © Verena Schafflick
Jahresrückblick

Auch ein zweiter Umbruch stoppt den SV Herbern II in 2020 nicht

Das Jahr 2020 war sportlich kein einfaches. Viele Monate war es still auf den Plätzen - die Corona-Pandemie verhinderte den Spielbetrieb. Wir blicken dennoch zurück, heute auf den SV Herbern II.

Auch für den SV Herbern II startete das Jahr 2020 traditionell mit dem Davertpokal – die Corona-Pandemie war zu dem Zeitpunkt schließlich noch nicht in Deutschland angekommen. Auch die A-Liga-Reserve des SVH freute sich auf das Hallenturnier aus Herbern, Ascheberg und Davensberg.

Doch der Einstieg missglückte. Sang- und klanglos flog die Mannschaft von Daniel Heitmann bereits in der Vorrunde raus. Und vor allem: Sie gaben bei Weitem keine gute Figur ab.

Dabei lief die Saison eigentlich gut für den Herberner A-Ligisten. Noch im Sommer 2019 hatte die Mannschaft nach einem großen Umbruch Unsicherheit geäußert, wo man nun stehe. Das Team bereitete sich auf den Abstiegskampf vor – hatte damit aber nie wirklich etwas zu tun.

Konstant befand sich der SV Herbern II im Mittelfeld der Liga, konnte weder nach oben noch nach unten richtig angreifen. Ein Spieler, der für die gute Saison sorgte, war Robin Krysiak. Der Offensivmann war der beste Torjäger der Herberner Reserve in der vergangenen Saison und sicherte so den einen oder anderen Sieg für seine Mannschaft.

Doch auch die zweite Mannschaft des SVH konnte nur bis März auf dem Platz stehen – dann sorgte die Corona-Pandemie für den Saison-Abbruch. Und obwohl die Spielzeit insgesamt gut lief: Das letzte Spiel war denkbar schlecht. Im Derby gegen Davaria Davensberg führte der SV Herbern II 3:0. Doch nachdem Maximilian Drews denkbar unglücklich die gelb-rote Karte kassierte in der 68. Minute, brach der SVH auseinander. Am Ende hieß es dann 3:4 und die Saison wurde auf Platz neun beendet.

Und obwohl im Sommer kein Fußball gespielt wurde, blieb es nicht gerade ruhig beim SVH II. Denn die Mannschaft veränderte sich – so wie schon 2019 – auch im Sommer 2020 grundlegend. Da der SV Herbern nun wieder eine dritte Mannschaft stellen konnte, wechselten einige Spieler wieder runter in ihr altes Team. Dafür bekam der SVH II einige Neuzugänge aus der eigenen A-Jugend.

Und die schlugen ein. Besonders Helge Walters in der Innenverteidigung, aber auch Spieler wie Dustin Fuhr und Silas Koch konnten auf sich aufmerksam machen. Sie sorgten dafür, dass der SV Herbern II in der Kreisliga A trotz einiger Abgänge in die Dritte eine konkurrenzfähige Mannschaft stellen konnte.

Apropos Kreisliga: In der neuen Saison traf der SV Herbern II auf eine erneuerte Liga. Denn statt zwei gibt es im Kreis Münster nun drei Ligen. Das hat zur Folge, dass der SVH vor allem auf Teams aus der unmittelbaren Umgebung trifft. Bislang lief das gut. Trotz einer schwachen Vorbereitung überzeugte die Mannschaft in der Liga konstant und steht aktuell auf Rang fünf.

Wenn der SV Herbern II also auch über die Corona-Pause seine gute Form konservieren kann, steht einer starken Saison nichts im Wege.

Über die Autorin
Redakteurin
Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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