Auto-Aufbrüche

Wichtige Zeugenaussagen für Auto-Aufbruchserie in Legden und Vreden

In Legden und in Vreden wurden in den vergangenen Wochen immer wieder Autos aufgebrochen. Die Polizei veröffentlich nun wichtige Zeugenhinweise, um weitere Aufbrüche zu verhindern.
Die Polizei hat wichtige Zeugenhinweise zu einer Auto-Aufbruchserie in Legden und Vreden veröffentlicht. © picture alliance/dpa

In der jüngsten Zeit gab es eine Vielzahl von Kfz-Aufbrüchen, bei denen die professionell agierenden Täter überwiegend hochwertige Fahrzeuge der Marken BMW und Mercedes im Visier hatten.

Fast immer nutzten die Täter aus, dass die Fahrzeuge mit schlüssellosen Systemen ausgestattet sind – und sowohl die Türöffnung als auch das Starten des Motors mittels Funkwellen funktioniert, die vom Chip des „Autoschlüssels“ ausgestrahlt werden. Es gelingt den Tätern, das Funksignal des im Haus liegenden „Schüssels“ abzufangen, zu verlängern und so die Fahrzeuge zu öffnen.

Wichtige Zeugenaussagen

Nach den Serien in Vreden (Nacht zum 24.11.) und Legden (Nacht zum 26.11.) haben Zeugen im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen wichtige Aussagen gemacht:

In Legden beobachteten Zeugen am Sonntag, 15. November einen verdächtigen dunklen „Bulli“, der gegen 20.30 Uhr für etwa 10 min auf der Straße Auengrund stand. In dem „Bulli“ saß ein 30 bis 40 Jahre alter dunkelhaariger Mann und machte sich Notizen. Er hatte von dem Standpunkt aus einen guten Blick auf einen der später mit der oben beschriebenen Technik geöffneten Pkw. Bei dem „Bulli“ handelt es sich vermutlich um einen VW oder einen Ford ohne Aufschriften mit polnischen Kennzeichen. Der „Bulli“ ist den Zeugen nicht bekannt, er stand weder vor noch nach der Tatserie in dem Bereich, so dass alle Anzeichen dafür sprechen, dass hier die eine Tat ausbaldowert wurde.

Hund schlug an und weckte Zeugin

Eine Anwohnerin der Straße Landwehrkamp gab an, dass sie in einer Nacht nach der Legdener Tatserie gegen 02.30 Uhr durch einen anschlagenden Hund geweckt wurde.

Sie sah daraufhin aus dem Fenster und bemerkte zwei dunkel und mit Kapuzenshirts bekleidete Männer im Bereich der Einfahrt eines Nachbarn. Die Verdächtigen hatten ein Laptop dabei. Nachdem sich die Zeugin bemerkbar gemacht hatte, entfernten sich die beiden Männer. Es ist davon auszugehen, dass sie dort ein weiteres Fahrzeug öffnen wollten und durch die Zeugin die Tat verhindert wurde.

Täter kundschaften mögliche Objekte aus

In Vreden hatte eine Anwohnerin der Kardinal-von-Galen-Straße etwa eine Woche vor der Tat eine verdächtige Frau beobachtet. Diese war mehrmals um einen der später von der Einbruchsserie betroffenen Pkw herumgelaufen und hatte dabei telefoniert. Die Frau trug ein Kopftuch und war mit einem weißen Pkw unterwegs.

Diese Zeugenaussagen belegen, dass es wichtig ist, vor allem in der Nachbarschaft aufmerksam zu sein. Die Täter kundschaften ihre Tatobjekte aus und bei den Taten müssen sie sich zumindest eine Zeitlang in der Nähe des Hauses/Fahrzeugs aufhalten, um die Funkwellen abfangen zu können. Dabei kommen oft Laptops oder Ähnliches zum Einsatz. Gerade das Auskundschaften fällt im eigenen Wohnumfeld auf.

Beobachtungen sofort der Polizei melden

Die Polizei bittet dringend darum, entsprechende Beobachtungen sofort der Polizei zu melden. So besteht die Chance, die Tatserien zu verhindern und die Täter womöglich auf frischer Tat festzunehmen. Wenn die Beobachtungen erst nach den Taten mitgeteilt werden, hellt dies zwar die Umstände auf und unterstützt auch die Ermittlungen, macht aber die Taten nicht ungeschehen.

Die Polizei erneuert an diese Stelle auch noch einmal den Rat, Schlüssel mit Funkwellensender abgeschirmt (mehrere Lagen Alu-Folie können schon Schutz bieten) zu Hause aufzubewahren, sofern der Pkw nicht sicher in der Garage stehen kann.

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