Eine Landesförderung ermöglicht Kommunen in NRW zusätzliche Schulbusse in Corona-Zeiten einzusetzen. Die Stadt Vreden hat bereits Anträge gestellt. © Markus Gehring
Schulbusse

Wechselunterricht an Schulen: Stadt Vreden denkt über extra Schulbusse nach

Der Unterricht vor Ort geht schrittweise wieder los. Damit fahren auch die Schulbusse wieder. Durch eine Förderung konnte die Stadt Vreden bereits extra Busse einsetzen. Jetzt könnten weitere folgen.

Die schrittweise Öffnung der Schulen in Vreden hat am Montag, 22. Februar, angefangen. Zunächst dürfen die Grundschüler und Schüler der Abschlussklassen wieder zum Präsenzunterricht. Jedoch vorerst in halber Klassenstärke. Die andere Hälfte bleibt im Homeschooling. Nach fünf Tagen wird dann gewechselt. Mit der Schulöffnung rollen auch die Schulbusse wieder durch Vreden.

Damit die Schüler auch im Schulbus genug Platz haben und Abstand zu anderen Schulgruppen halten können, hat das Land Nordrhein-Westfalen finanzielle Mittel für den Einsatz zusätzlicher Schulbusse zur Verfügung gestellt. Die Stadt Vreden hat sich an diesem Programm beteiligt, wie Bernd Kemper, Erster Beigeordneter, auf Anfrage der Redaktion mitteilt.

Zusätzliche Schulbusse in Vreden im vergangenen Jahr beantragt

„Bis zum Jahresende 2020 haben wir für einen dritten Bus von Lünten bis zum Schulzentrum Landesmittel erhalten“, sagt Bernd Kemper. Die Kosten dafür wurden komplett vom Land übernommen. „Danach haben wir noch ab November einen zusätzlichen Bus nach Südlohn/Oeding und Stadtlohn eingesetzt“, berichtet der Erste Beigeordnete weiter.

Doch dann war die Antragsfrist für das Landesprogramm schon vorbei und die erneute Schließung der Schulen stand bevor. „Danach haben wir wegen des Lockdowns nichts weiter beantragen können, da kaum Busse eingesetzt werden mussten“, erklärt Bernd Kemper.

Stadt Vreden ist eine der wenigen, die Förderung in Anspruch nimmt

Bisher haben nur wenige Schulen die Förderung des Landes in Anspruch genommen. Nach Angaben des Ministeriums haben bislang lediglich 134 von 396 NRW-Kommunen und Ersatzschulträger Mittel beantragt. Ähnlich war dies bereits bei der Förderung von Luftfilteranlagen. Dort wurden von 50 Millionen Euro nur 14,5 Millionen genutzt. Für die Schulbus-Förderung sind nach Angaben der Landesregierung noch 13,5 Millionen von den insgesamt 33,5 Millionen Euro übrig.

Da die Busse seit Montag wieder rollen, wäre es nun möglich, weitere Schulbusse einzusetzen, um die Schülermassen auf dem Weg zum Unterricht zu entzerren. Vorab müssten dafür aber die Kosten seitens des Vredener Busunternehmens Bußmann kalkuliert werden.

Noch unklar, ob für Wechselunterricht mehr Busse gebraucht werden

Ebenfalls muss vorerst der Bedarf an extra Schulbussen ermittelt werden. Dann wäre es laut Bernd Kemper möglich, eventuell einen zusätzlichen Bus für die Norbertschule, zur und ab der dritten Stunde, sowie für die Sekundarschule, donnerstags zur dritten Stunde, beim Land zu beantragen.

Da der Wechselunterricht jedoch erst ganz frisch gestartet ist, ist es noch schwierig für die Stadt Vreden einzuschätzen, wie hoch das Schüleraufkommen in den kommenden Tagen und Wochen in den Bussen tatsächlich sein wird. Deshalb „fahren wir auch hier, um im Wortsinn zu bleiben, auf Sicht“, so Bernd Kemper.

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In der Grafschaft Bentheim aufgewachsen, während des Journalismus-Studiums in NRW verliebt. Danach über 2 Jahre in Kanada gelebt und jetzt wieder zurück im Lieblingsbundesland. Seit 2020 Volontärin bei Lensing Media
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Anne Schiebener

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