Vredener Chöre runden die Weihnachtszeit mit einem Konzert ab

Weihnachtssingen in Lünten

Auch wenn Weihnachten schon einige Tage zurück liegt, wurde es in Lünten noch einmal besonders feierlich. Traditionell haben die Vredener Chöre zum Weihnachtssingen in St. Bruno eingeladen.

Vreden

, 06.01.2020, 17:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vredener Chöre runden die Weihnachtszeit mit einem Konzert ab

Auch nach den Weihnachtsfeiertagen wurde die Stimmung in der St.-Bruno-Kirche noch einmal feierlich. © Elvira Meisel-Kemper

Fünf Chöre aus Vreden und Alstätte sowie der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Vreden interpretierten mit und ohne Mitsingen der zahlreichen Besucher Weihnachtslieder.

Es war ein Singen und Musizieren in der Kirche St. Bruno in Lünten, dass es eine Wonne war. Die zahlreichen Besucher in der prall gefüllten Kirche waren sichtlich erfreut.

Weihnachtliche Klänge nach dem Fest

Am vergangenen Wochenende sangen alle zusammen das traditionelle Lied „Vom Himmel hoch, da komm ich her“, instrumental begleitet vom Posaunenchor und von Michael Röttger an der Orgel. Das war die festliche Einstimmung auf viele weitere, weniger bekannte Lieder zur Weihnachtszeit, die noch bis zum Fest Mariä Lichtmess andauert. Auch wenn für die meisten Menschen Weihnachten nun schon etwas in den Hintergrund getreten ist. Pfarrer em. Meinhard Jonscher ergänzte dieses Lied durch den geistlichen Hinweis auf die Menschwerdung des Gottessohnes.

Er hatte allerdings auch noch einige andere Geschichten mitgebracht, die sich auf die Klangfülle des gemeinsamen Singens bezogen. „Klangfülle ist nicht nur ein musikalischer Begriff. Sie kommt aus dem Herzen und geht dahin zurück. Bei uns gehören Gesang und Gebet zusammen“, so Jonscher.

Lieder, die wie ein Gebet klingen

Manche Lieder, die von den Chören gesungen wurden, klangen auch wie ein Gebet: Mehrstimmig besang der Kirchenchor St. Antonius aus Ammeloe die „Heiligste Nacht“ von Michael Haydn. Genauso klang der festliche Jubelgesang des Kirchenchores St. Mariä Himmelfahrt aus Alstätte, als sie „König der Könige“ von Gustav Brand, einem Stück aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sangen. Spielend bewältigte der Chor den hohen Schwierigsgrad dieses spätromantischen Werkes.

Aber auch die anderen Chöre hatten für dieses Konzert schwierigere Werke ausgewählt. Die Chorgemeinschaft St.Bruno/St.Marien sang von Martin Gotthard Schneider das moderne Lied „Manchmal denk´ich: Es gibt keine Weihnacht“, ebenfalls mehrstimmig.

Verdienter Applaus erst ganz am Ende

Der Kirchenchor St. Georg Vreden hatte zwei Werke von Michael Haydn einstudiert, deren Texte auf lateinisch geschrieben waren. Nachdem alle Chöre mit den Besuchern „Seid nun fröhlich, jubilieret“ gesungen haben, krönte der Posauenchor vor dem Schlusssegen durch Pfarrer Jonscher und dem gemeinsam gesprochenen Vaterunser noch das weihnachtliche Konzert mit dem Auszug einer Suite von Melchior Franck.

Erst danach ernteten alle Chöre und Musiker den verdienten Applaus.

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