Vreden auf dem Weg zum "Energy Award"

Zertifizierungsverfahren

VREDEN. Das Ziel ist das Treppchen: Nach vier Jahren möchte die Stadt Vreden mit dem „Energy Award“ – dem „Energiepreis“ – ausgezeichnet werden. Nach dem Motto „Dabeisein ist alles“ kann die Stadt aber schon auf dem Weg dorthin eine Menge gewinnen.

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 11.11.2010, 10:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Team macht sich jetzt auf den Weg ins Zertifizierungsverfahren, an dessen Ende der "Energy Award" stehen soll.

Das Team macht sich jetzt auf den Weg ins Zertifizierungsverfahren, an dessen Ende der "Energy Award" stehen soll.

Das Team, das sich aus Mitarbeitern aller betroffener Bereiche der Stadtverwaltung, des Versorgers SVS sowie dem Bauausschussvorsitzenden Hermann Geesink und je einem Mitglied aus jeder Ratsfraktion zusammensetzt, sollen jetzt den Stand des kommunalen Energiespektrums für vorgegebene Handlungsfelder erfassen. Kommunale Entwicklungsplanung und Raumordnung, kommunale Gebäude und Anlagen, Ver- und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation sowie Kommunikation und Kooperation sind die Bereiche, die nach den Vorgaben des Qualitätsmanagementsystems auf den Prüfstand gestellt werden. Dabei gehe es nicht darum, beispielsweise den Zustand der Heizungen in den Schulen zu überprüfen sondern darum herauszufinden, ob der gegelmäßige Verbrauch der kommunalen Gebäude angemessen erfasst wird oder ob die Hausmeister geschult werden, erläuterte Tippkötter, der als Moderator und Berater fungieren wird. Die Analyse soll im Februar 2011 vorliegen, auf ihrer Basis erfolgt dann die Bewertung aller energierelevanten Maßnahmen nach einem Punktesystem, das wiederum auf den Ergebnissen der teilnehmenden Kommunen auf europäischer Ebene basiert. Wichtig ist auch: Es geht nicht nur um die öffentlichen Gebäude sondern auch darum, die Einwohner mitzunehmen auf den Weg der optimierten Energiearbeit. Hier sah Bernd Kemper für Vreden schon gute Voraussetzungen – vom Bürgerbus über das Blockheizkraftwerk an der Kläranlage bis hin zur Altbausanierungsaktion der Stadt. Das Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren ist auf vier Jahre angelegt – am Ende steht als Ziel die Auszeichnung. Für das Verfahren werden 34000 Euro ausgegeben, wobei der Eigenanteil der Stadt bei 20 Prozent liegt und dieser wiederum zur Hälfte gesponsert werden darf. Dies hat in Vreden die Sparkasse Westmünsterland übernommen. Den Löwenanteil trägt zu 80 Prozent das Land Nordrhein-Westfalen.

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