Ab Montag muss jeder Kunde vor dem Betreten eines Geschäftes ein negatives Testergebnis vorlegen. © Victoria Garwer
Corona-Pandemie

Vor dem Shoppen zum Test: Kreis Borken beantwortet Fragen zur neuen Regel

Ab Montag dürfen Kunden den Laden nur noch mit einem negativen Testergebnis betreten. Der Kreis Borken kann am Sonntag schon mehr Details nennen, doch einiges ist immer noch nicht klar.

Der Inzidenzwert im Kreis Borken liegt seit fast zwei Wochen über 100. Damit gehört der Kreis zu den Regionen, in denen die Notbremse gezogen wird. Weil es aber hier auch ein flächendeckendes Angebot an kostenlosen Schnelltests gibt, müssen die Geschäfte nicht schließen.

Ab Montag (29.3.) müssen aber alle Kunden einen tagesaktuellen, negativen Schnelltest vorlegen. Wir haben Ellen Bulten, Pressesprecherin beim Kreis Borken, gefragt, wie genau das funktionieren soll.

Was genau bedeutet „tagesaktueller Test“?

Das ist in der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW festgelegt. Darin heißt es: „Ist ein tagesaktueller Test erforderlich, darf die

Testvornahme bei der Inanspruchnahme des Angebotes höchstens 24 Stunden zurückliegen.“

Kinder bis zum Schuleintritt sind von der Test-Pflicht ausgenommen.

Betroffen sind alle Geschäfte, die in den vergangenen Wochen mit Terminvergabe öffnen durften, also zum Beispiel Baumärkte, Modeboutiquen und Buchhandlungen. Für Läden des täglichen Bedarf, also zum Beispiel für Supermärkte und Drogeriemärkte, gilt die Regelung nicht.

Für welche Geschäfte gilt die Test-Pflicht?

Beim Friseur muss nur ein negativer Test vorgezeigt werden, wenn aus gesundheitlichen Gründen keine Maske getragen werden kann. Die Gastronomie darf weiterhin nicht öffnen, auch nicht mit Test-Pflicht.

Muss etwas vorgezeigt werden, oder reicht die mündliche Auskunft?

„Das negative Ergebnis muss vorgezeigt werden – entweder als Papierbescheinigung oder übers Handy – je nachdem, wie die Schnellteststelle das macht“, sagt Ellen Bulten. Es müsse aber daraus hervorgehen, dass es sich um die Person handelt. Ein Foto eines negativen Tests zum Beispiel reicht nicht aus.

Müssen Einzelhändler und Kunden sonst noch etwas beachten?

Kunden dürfen den Laden weiterhin nur nach Terminvereinbarung betreten. Ellen Bulten dazu: „Die Rückverfolgbarkeit muss weiter wie zuvor gewährleistet sein. Weitere Dokumentationspflichten sind bislang nicht vom Land mitgeteilt worden.“

Gelten nur die Tests aus den Teststellen – oder auch die „Zertifikate“, die man sich nach dem Selbsttest zu Hause ausdrucken kann?

Ellen Bulten sagt dazu, dass nur die Tests „einer anerkannten Teststelle“ zulässig seien. So steht es auch in der Corona-Schutzverordnung. Die Schnelltests für zu Hause reichen also nicht aus.

Der Kreis Borken hat auf seiner Internetseite (www.kreis-borken.de/testen) eine Übersicht über alle Teststellen zusammengestellt. Dort muss allerdings vorher jeweils ein Termin gemacht werden. Die Liste wird stetig aktualisiert.

Kann man sich weiterhin nur ein Mal pro Woche testen lassen?

Dazu kann Ellen Bulten auch noch keine klare Auskunft geben. Bislang ist es so, dass jeder in Deutschland lebende Mensch sich einmal wöchentlich kostenlos testen lassen kann. Jeder weitere Test muss bezahlt werden. Ob diese Regelung nun aufgehoben wird, muss das Landesministerium jetzt entscheiden. Am Sonntag lagen dazu noch keine Informationen vor.

Bei wem liegt die Verantwortung im Falle eines Verstoßes, beim Kunden oder beim Einzelhändler?

„Es ist eine Ordnungswidrigkeit, wenn der Kunde einen fremden oder gefälschten Test verwendet (§18 Abs 2 Nr. 2a)“, sagt Ellen Bulten

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Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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