Von Besen bis Blaudruck

Vreden Späne werden fliegen beim Holzschuhmacher, Weidenzweige gebogen beim Korbmacher, Reisigzweige gebunden beim Besenmacher. Kaninchen und Ponys dürfen gestreichelt, Hühner und Tauben bestaunt werden - beim "Bauernmarkt" im Vredener Stadtpark gibt es am Sonntag von 11 bis 18 Uhr viel zu erleben.

10.07.2008, 17:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>In der Innenstadt sind Oldtimer zu bewundern. </p>

<p>In der Innenstadt sind Oldtimer zu bewundern. </p>

Bereits zum fünften Mal organisiert das kreiseigene Hamaland-Museum den Markt rund um die historische Hofanlage im Stadtpark: Um 11 Uhr wird das bunte Treiben offiziell eröffnet. Die Stadtmarketing Vreden GmbH und die Einzelhändler laden darüber hinaus zum verkaufsoffenen Sonntag (13 bis 18 Uhr) ein.

Zum Bauernmarkt erwarten die Veranstalter tausende Besucherinnen und Besucher - das zeigt die Erfahrung. Mit der Eröffnung um 11 Uhr geben Bürgermeister Hermann Pennekamp und der Umweltdezernent des Kreises, Hubert Grothues, gleichzeitig die Vredener Reitroute frei.

Alle zwei Jahre am zweiten Sonntag im Juli herrscht im Vredener Stadtpark beim Bauernmarkt buntes Treiben. An rund 70 Ständen können die Besucher am kommenden Sonntag traditionelles Handwerk, westfälische Spezialitäten, Musik und Tanz erleben. Alte landwirtschaftliche Geräte und Traktoren werden wieder eine Hauptattraktion des Marktes sein - die Vredener Trecker-Truppe ist mit ihren alten Schätzen zugegen.

Spinnen und Sticken

"Unter anderem werden Drechsler, Frauen am Spinnrad, Stroh- und Bienenkorbflechter, Weißstickerinnen und Blaudruckerinnen ihr Handwerk vorführen und alle Fragen zu ihrer Kunst fachkundig beantworten", erklärt Museumsleiterin Dr. Annette Menke. Viele Handwerker und Händler bieten ihre Waren zum Kauf an. An den Ständen gibt es unter anderem Puppenkleider und Teddys, Holzspielzeug und Keramik, Leinen und Westfalenstoffe, Schmuck und Dekorationen im Landhausstil, Lammfleischprodukte und Käse. Die Gastronomie lockt mit münsterländischen Spezialitäten. Im Tennecafé wird Brot aus dem Steinofen serviert. Die Landfrauen bieten Kaffee und Kuchen aus eigener Herstellung an. "Es gibt also viel zu sehen, zu lernen, zu bestaunen, zu probieren und zu genießen", wirbt Dr. Annette Menke für eine Stippvisite beim Bauernmarkt. In der Innenstadt sind ab 11 Uhr Auto-Oldtimer zu bewundern. Der Einkaufsbummel ab 13 Uhr wird von Straßenkünstlern und -musikern aufgepeppt - auch in der Innenstadt wird vieles geboten. pd/ewa

<p>Wie entstehen Holzschuhe? Auf diese Frage gibt es auch in diesem Jahr beim Bauernmarkt eine Antwort: Ewald Berning aus Wessum wird über das traditionelle Handwerk informieren.  MLZ-Fotos Archiv/Winter-Weckenbrock</p>

<p>Wie entstehen Holzschuhe? Auf diese Frage gibt es auch in diesem Jahr beim Bauernmarkt eine Antwort: Ewald Berning aus Wessum wird über das traditionelle Handwerk informieren. MLZ-Fotos Archiv/Winter-Weckenbrock</p>

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